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Der Vorstand der Hofheimer CDU und die Mitglieder der Stadtverordnetenfraktion haben sich einstimmig für Christian Vogt als Kandidaten für die Bürgermeisterwahl ausgesprochen.

Bürgermeisterwahl in Hofheim

CDU schickt Christian Vogt ins Rennen

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Beobachter hatten schon auf den stellvertretenden Parteichef Andreas Hegeler getippt. Doch die CDU will mit ihrem Chef persönlich in den Bürgermeister-Wahlkampf ziehen. Christian Vogt soll’s richten.

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Einigkeit zu demonstrieren, das ist bei der CDU in Hofheim Programm, seit Christian Vogt 2011 den Vorsitz übernommen hat. In einer Kampfabstimmung hatte sich der damals 32-jährige Stadtverordnete gegen Wolfgang Marschall durchgesetzt. Im vergangenen Jahr bestätigte die CDU ihn ein drittes Mal im Amt, mit sagenhaften 100 Prozent. Genauso einstimmig fiel in den vergangenen Tagen das Votum von Parteivorstand und Fraktion aus: Die Spitzengremien benannten Christian Vogt als ihren Wunschkandidaten für das Bürgermeisteramt.

„Wechsel ist überfällig“

Der mittlerweile 38-Jährige soll Anfang 2019 – aus Sicht der Christdemokraten endlich – die Spitzenposition im Hofheimer Rathaus für die Union zurückerobern. Denn die ist schließlich immer noch stärkste Fraktion im Stadtparlament, musste aber seit 2001 mit einer sozialdemokratischen Bürgermeisterin leben, da es auch Wolfgang Marschall 2007 und Wolfgang Exner 2015 nicht gelang, die bei den Bürgern sehr beliebte Amtsinhaberin Gisela Stang wieder von der Verwaltungsspitze zu vertreiben.

Nun, da klar ist, dass Stang nicht noch einmal antreten wird, soll es also klappen. „Die Zeit für einen Wechsel an der Spitze des Hofheimer Rathauses ist überfällig“, befand der CDU-Fraktionsvorsitzende Alexander Kurz gestern, als er den Vorschlag Christian Vogt öffentlich machte. Der CDU-Vorsitzende sei „kommunalpolitisch sehr erfahren“, begründet Kurz, warum seine Partei sicher ist, mit Vogt einen „aussichtsreichen Kandidaten“ ins Rennen schicken zu können.

Tatsächlich ist der in Wiesbaden geborene Jurist seit 2001 kommunalpolitisch aktiv. Schon als 24-Jähriger übernahm er den Vorsitz des größten Ortsverbands der Hofheimer Union in Wallau. Im westlichsten Stadtteil der Kreisstadt ist Vogt aufgewachsen. Schon sein Vater Richard Vogt war dort Gemeindevertreter und später, nach der Eingemeindung, Stadtverordneter in Hofheim. Der sportbegeisterte Christian Vogt leistete nach dem Abitur am Elly-Heuss-Gymnasium in Wiesbaden Zivildienst. Eine Banklehre bei der Nassauischen Sparkasse und das Jura-Studium in Mainz folgten. Nach der Referendar-Ausbildung war Vogt Referent bei Landrat Michael Cyriax (CDU), 2014 wechselte er als Büroleiter von Oberbürgermeister Patrick Burghardt (CDU) nach Rüsselsheim.

Manager des Hessentags

Bei der organisatorischen Leitung des viel gelobten Hessentags 2017 stellte Vogt, der mittlerweile Beamter ist, seine Managerqualitäten unter Beweis. Burghardt gelang die Wiederwahl nicht. Mit ihm, der zum Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst berufen wurde, wechselte Vogt Anfang des Jahres nach Wiesbaden. Nebenberuflich ist er Lehrbeauftragter an der Hochschule für Polizei und Verwaltung, wo er auch gestern Nachmittag verpflichtet war und daher dieser Zeitung nicht zum Gespräch zur Verfügung stehen konnte. Vogt soll bei einem Nominierungsparteitag im zweiten Quartal 2018 offiziell zum Kandidaten gekürt werden.

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