Die Klärwerkskurve kurz hinter dem Ortsausgang Lorsbach: Die Stützmauer zum Mühlgraben auf der rechten Seite muss saniert werden.
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Die Klärwerkskurve kurz hinter dem Ortsausgang Lorsbach: Die Stützmauer zum Mühlgraben auf der rechten Seite muss saniert werden.

Protest

Schon 700 Unterschriften gegen die geplante Vollsperrung der L 3011

  • vonManfred Becht
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Die Bauarbeiten auf der Straße zwischen Hofheim und Lorsbach treffen Tausende von Pendlern. Und für die Fahrradfahrer fordert der ADFC eine Lösung.

Lorsbach -Der Widerstand gegen die von Hessen Mobil für den Herbst angekündigte Sperrung der Landesstraße 3011 zwischen Lorsbach und Hofheim wächst immer weiter. Jetzt hat der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC) gefordert, dass es für die Radfahrer auf jeden Fall eine Möglichkeit geben müsse, gefahrlos an der Baustelle in der sogenannten Klärwerkskurve vorbei zu kommen. Gleichzeitig werden auf zwei Wegen Unterschriften gegen das Vorhaben gesammelt. Auch in Eppstein ist das Thema angekommen.

Dr. Holger Kuest, Sprecher des (ADFC) Hofheim, Kriftel, Eppstein, weist darauf hin, dass durch die Debatte um den Klimaschutz und jetzt auch durch die Corona-Pandemie die Zahl der Radfahrer deutlich gewachsen sei. Für diese dürfe jetzt nicht der Weg durch das Lorsbachtal abgeschnitten werden. Der parallel zur Straße durch den Wald verlaufende Heinrichsweg sei für den Alltagsverkehr nicht geeignet, und wer über Langenhain fahren möchte, müsse erhebliche Steigungen überwinden. Der notwendige alltagstaugliche Radweg durch das Tal sei bisher auch an Hessen Mobil gescheitert.

Die vom ADFC geforderte halbseitige Sperrung wurde von Hessen Mobil wiederholt abgelehnt. Ins Gespräch gebracht wurde zuletzt eine provisorische Fahrspur unter Inanspruchnahme angrenzender Wiesenflächen. Hessen Mobil hat dem Vernehmen nach zugesagt, dies zu prüfen. An einer Sanierung der Stützmauer der Straße zum Mühlgraben hin führt offensichtlich kein Weg vorbei, und die Straßenbauer brauchen den Platz auf der Straße für ihre Maschinen und aus Sicherheitsgründen.

Derweil werden in Lorsbach auf mehreren Wegen Unterschriften gesammelt. Ortsvorsteher Dieter Kugelmann hat, wie berichtet, Listen in Lorsbacher Geschäften ausgelegt und ist schnell auf eine breite Resonanz gestoßen. Umgehend hat zum Beispiel der Turnverein über seine Internetseite seine Mitglieder aufgefordert, sich in die Listen einzutragen. Der Lorsbacher Christoph Huppert hat im Internet im Auftrag des Ortsvorstehers eine Online-Petition mit dem gleichen Ziel gestartet.

Nach Kugelmanns Worten sind online und auf den Listen auf Papier inzwischen mehr als 700 Unterschriften zusammen gekommen. Die Listen liegen aus in der Bäckerei, dem Kiosk, der Apotheke, bei der Zahnärztin, der Tankstelle und im Reiterhof Georg. Wie Kugelmann weiter berichtet, hat er inzwischen auch Kontakt mit Eppsteins Bürgermeister Alexander Simon aufgenommen, der zusagt habe, sich ebenfalls um das Thema zu kümmern. bt

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