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Do you read English?“, heißt es künftig für Ashu Singh, Annegret Merkel, Nicole Dietzel und Shared Gadiya (von links).

Neues Angebot

Die Sprache aufpolieren und interessante Leute treffen

In der Stadtbücherei beginnt ein neues Programmangebot. Jeden ersten Samstag im Monat trifft sich der „English Reading Club“. Büchereiteam und Leitung freuen sich über viele Englisch-Leser.

Nicole Dietzel ist offen für neue Ideen. Gerne füllt die Leiterin der Hofheimer Stadtbücherei ihr Reich mit Lesern. Die Stadtbücherei bittet künftig jeden ersten Samstag zu Buch. Der „English Reading Club“ soll als neues Projekt, initiiert durch eine Nutzerin der Stadtbücherei, mehr Internationalität bieten.

„Frau Singh kam letztes Jahr auf uns zu und fragte, ob es einen solchen Club gibt“, erinnert sich Dietzel. Die Leiterin war sofort begeistert. „Doch wir wollten das nicht von irgend jemandem machen lassen.“ Wir überlegten „hin und her, denn einen Raum stellen wir dafür gerne. Schließlich fragten wir Frau Singh selbst.“ Ashu Singh spricht fließend Englisch und nahm das Angebot an. Sie lese gerne und habe einen Blogg im Internet. „Dort schreibe ich, wie mir gelesene Bücher gefallen haben“, erklärt sie auf Englisch.

Zum Start der Reihe haben sich im Untergeschoss der Bücherei einige Interessierte zusammengefunden. Die Intentionen, einen englischsprachigen Buchclub zu besuchen, sind vielfältig.

Sharad Gadiya, beispielsweise spricht „besser Englisch als Deutsch“, sagt der Inder. Er liest gerne und möchte über den Buchclub andere Menschen mit gleichen Interessen kennenlernen. „Wenn man einem Verein oder, wie hier angeboten, einem Club beitritt, lernt man interessante Leute kennen“, sagt er. Einige Minuten früher ist er in die Bücherei gekommen und hat sich vorbereitet. „Ich weiß nicht genau, was mich erwartet. Aber ich habe mir hier schon mal ein Buch genommen, das interessant sein könnte“, so Gadiya. Schmunzelnd zeigt er, welches Thema er ausgesucht hat: „Slim Yoga“ heißt es. „Yoga und Ernährung klingt interessant“, so sein Argument.

Annegret Merkel findet die Idee eines English Reading Clubs gut. „Ich möchte gerne neue, interessante Literatur kennenlernen“, sagt sie. Wenn sie damit ihr Englisch aufpoliere: „Even better“, so die Hofheimerin. Dabei sagt sie jedoch klar: „Bitte nicht die alte Schulliteratur.“ Davon habe sie genug.

Altes liegt Ashu Singh fern. Sie hat einige persönliche Favoriten mitgebracht. „Dazu gehört Fiction, Comic oder Spiritual“. Schulliteratur brauche man bei ihr nicht zu lesen, so die Leiterin des English Reading Clubs. Singh möchte generell keine Regeln, „wie in der Schule aufstellen. Regeln nehmen den Spaß“, ist sie überzeugt.

Das Thema „Fiction“ scheint alle Teilnehmer anzusprechen. „Dann lasst uns doch hierzu etwas lesen“, beschließen sie. Dass die Teilnehmer zu viel und unter Zwang ein bestimmtes Kontingent lesen müssen, liegt Ashu Singh fern. „Machen wir es doch so: Ich stelle das Buch vor und erkläre kurz die Story. Wenn ihr einverstanden seid, lesen wir hier gemeinsam und jeder zu Hause so viel er möchte.“ Die Teilnehmer stimmen zu: „Sounds good“, sagt Sharad; hört sich gut an. Die anderen nicken. Der Reading Club scheint anzukommen.

von ESTHER FUCHS

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