Stadtmuseum

Mit Spraydose gegen braune Parolen: Ausstellung „Hass vernichtet“

Das Stadtmuseum präsentiert auf Schautafeln eine Auswahl von Hassparolen, von denen die meisten aus dem Raum Hessen stammen.

Mehr als 30 Jahre dauert der Kampf von Irmela Mensah-Schramm gegen rechtsextreme Sprüche, denen sie sich entschieden mit „Witz und Spraydose“ widersetzt. Auch von Gerichtsurteilen lässt sie sich nicht davon abhalten, mit bunten Farben gegen braune Parolen vorzugehen. Über 100 000 Hassbotschaften hat sie bisher aus dem öffentlichen Straßenbild entfernt, umgestaltet oder weggeputzt.

Und dabei über 70 000 „vernichtete“ Hassparolen dokumentiert, die sie in diversen Ausstellungen „Hass vernichtet“ und bildungspolitischen Workshops „Mit bunten Farben gegen braune Parolen“ verarbeitet. Nach der Begrüßung durch Bürgermeisterin Gisela Stang wird Irmela Mensah-Schramm, Begründerin und Aktivistin der Friedensinitiative bei der Eröffnung am morgigen Mittwoch, 30. Mai, ab 11 Uhr in die Hintergründe von „Hass vernichtet“ einführen. Im Anschluss an die Vernissage ist ein Workshop geplant.

Das Hofheimer Stadtmuseum präsentiert dann bis zum 17. Juni eine Auswahl der Schautafeln, deren Motive überwiegend dem Raum Hessen entstammen. Außerdem sind die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung aufgefordert, ihre Eindrücke in dem eigens dafür bereitgelegten Gästebuch zu dokumentieren.

Kooperationspartner des Ausstellungsprojektes im Stadtmuseum ist die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit im Main-Taunus-Kreis e.V. (CJZ). Die Gesellschaften für CJZ wenden sich entschieden gegen alle Formen der Judenfeindschaft, religiösen Antijudaismus, rassistischen und politischen Antisemitismus sowie Antizionismus, Rechtsextremismus und seine Menschenverachtung, Diskriminierung von Einzelnen und Gruppen aus religiösen, weltanschaulichen, politischen, sozialen und ethnischen Gründen.

(red)

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