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Staatsminister Axel Wintermeyer, Vorsitzender der CDU im Main-Taunus-Kreis.

Spielt bei Koalitionssuche eine wichtige Rolle

Axel Wintermeyer macht sich Gedanken über die Zukunft der CDU in Deutschland als Volkspartei

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Staatsminister Axel Wintermeyer hat seine Präferenzen, die verrät er allerdings nicht. Der Chef der Main-Taunus-CDU spielt bei der Koalitionssuche in Wiesbaden aber eine wichtige Rolle. Derweil macht er sich Gedanken über die Zukunft der CDU in Deutschland als Volkspartei.

In Berlin wird eine Nachfolgerin, ein Nachfolger für Kanzlerin Angela Merkel als Parteichefin gesucht. Wer das Amt aus seiner Sicht antreten sollte, verrät Axel Wintermeyer nicht. Die Inhalte seien spannender, sagt er im Gespräch mit dem Kreisblatt. Die Frage sei auch, wer für die Zukunft das Potenzial mitbringt, die CDU als Volkspartei darzustellen. Zurzeit sei die CDU die einzige Partei, die sich als Volkspartei, die nicht nur eine Lobbygruppe, sondern alle Flügel – von dem der Arbeitnehmer bis hin zu den Wirtschaftakteuren – vertritt.

Als Kreisvorsitzender sehe er es als honorig an, dass Angela Merkel den Parteivorsitz zur Verfügung gestellt hat. Dass es nun mehrere Bewerber gebe – neben den hochgehandelten Kandidaten Annegret Kramp-Karrenbauer, Friedrich Merz und Jens Spahn mindestens neun weitere –, sei ein „normaler demokratischer Vorgang“. Zu der Regionalkonferenz, bei der sich die Kandidaten vorstellen sollen, werde er mit allen, die es interessiert, hinfahren. Die Delegierten aus dem MTK könnten beim Parteitag Anfang Dezember in Hamburg dann aber natürlich ohne Vorgaben wählen

Hessische Koalitionsgespräche keine Show-Veranstaltungen

Für Axel Wintermeyer liegt die politische Arbeit aktuell aber in Hessen, wo die CDU zurzeit auslotet, mit welchem Partner oder welchen Partnern sie die kommende Legislaturperiode bestreiten will. Die Grünen werden allgemein als „Favorit“ gehandelt. Axel Wintermeyer, der bei allen Gesprächen dabei ist, versichert aber, dass diese keine Show-Veranstaltungen seien. Das seien vielmehr „ernsthafte Gespräche“. Es gehe um inhaltliche Schwerpunkte.

In dieser Woche sollen die Sondierungsgespräche beendet werden. Gesprochen hat die CDU bislang zweimal mit den Grünen, das zweite Gespräch mit der SPD soll es heute geben, das zweite mit der FDP morgen. Am Freitag werde der Landesvorstand dann eine Entscheidung fällen, mit wem Koalitionsverhandlungen aufgenommen werden sollen. Schon gestern attestierte Wintermeyer allen Parteien, dass die Gespräche in guter und ordentlicher Atmosphäre über die Bühne gegangen seien.

Koalitionsverhandlungen sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden

Einen konkreten Zeitplan gibt es nicht. Axel Wintermeyer sagt aber: „Unser Interesse ist es, dass alles zügig und gründlich abläuft.“ Die Koalitionsverhandlungen sollen nach Möglichkeit noch dieses Jahr abgeschlossen werden – und das Jahr sei ja nicht mehr lang.

Ob die bei der Hessenwahl enorm gewachsenen Grünen dann der neue und alte Koalitionspartner sind? Dazu äußert sich der Chef der Staatskanzlei sowie der Christdemokraten im Main-Taunus-Kreis nicht. Er hat wohl seine Präferenzen, die werde er aber nicht über die Presse kundtun, sagte er gestern.

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