+
Als sie vor 30 Jahren gekauft wurden, bezeichneten Kritiker sie als Kuhstall-Lampen

Altstadt in warmweißem Licht

Straßenlaternen werden auf die sparsame LED-Technik umgerüstet

  • schließen

In den nächsten Wochen werden die Leuchten in der Hofheimer Altstadt – aber auch in den historischen Ortskernen von Lorsbach, Wallau und Marxheim – auf LED-Technik umgestellt.

In den nächsten Wochen werden die Leuchten in der Hofheimer Altstadt – aber auch in den historischen Ortskernen von Lorsbach, Wallau und Marxheim – auf LED-Technik umgestellt. Dies berichtete der Magistrat in der Stadtverordnetenversammlung, die die Umrüstung im vergangenen Jahr beschlossen hatte. Insgesamt geht es um 523 Leuchten.

200 000 Euro wird die Umrüstung kosten, wobei die Stadt keine Beteiligung der Anlieger an diesen Investitionen einfordert. Von der Umrüstung verspricht sich die Stadt jährliche Einsparungen bei der Stromrechnung in Höhe von etwa 21 000 Euro; demnach wird sich das Vorhaben in etwa zehn Jahren rentiert haben. Die Umwelt wird jährlich um rund 64 Tonnen Kohlendioxid entlastet.

Verwendet wird bei der Umrüstung ein Leuchtmittel, dessen Licht mit „warmweiß“ beschrieben wird. Die Stadt hatte diese Lampen und solche des Typs „neutralweiß“ in der Hauptstraße installiert; die Bürger konnten darüber abstimmen, welcher Sorte der Vorzug gegeben werden sollte. 84 Prozent derjenigen, die sich äußerten, hatten sich für „warmweiß“ entschieden – das Votum ist damit sehr eindeutig ausgefallen.

Ersetzt werden übrigens nur die Leuchtmittel. Die Masten bleiben stehen, und die Lampenschirme werden nur durch neue ersetzt wenn sie beschädigt sind. Der vorhandene Typ „Alt Berlin“ wird zwar nicht mehr hergestellt; eingebaut werden nun Schirme, die dem Vorgängermodell sehr ähnlich sind. Es ist aber nicht damit zu rechnen, dass es erneut jene erregten Debatten gibt, wie sie die erstmalige Aufstellung der Lampen („Kuhstall-Lampen“) in den achtziger Jahren hervorriefen.

Die Umrüstung der Straßenbeleuchtung in allen anderen Quartieren und Teilen der Stadt ist dagegen nicht so eilig. Erhebliche Debatten hatte es gegeben, als der Magistrat flächendeckend auch die Masten der Laternen austauschen wollte, ohne einzeln zu prüfen, ob dies schon notwendig ist oder eben noch nicht. Stadtverordnete und Ortsbeiräte wehrten sich gegen diese Vorgehensweise, so dass das Vorhaben verschoben wurde und erst ein neues Konzept ausgearbeitet werden soll.

Im neuen Doppelhaushalt sind für die Jahre 2017 und 2018 jeweils 100 000 Euro vorgesehen, die aber vor allem für unvorhergesehene Reparaturen und neue Beleuchtungsanlagen zur Verfügung stehen. Für die Umrüstung auf die LED-Technik wurde eine Verpflichtungsermächtigung von 500 000 Euro für 2018 eingestellt. Das heißt, dass das Geld erst 2019 ausgegeben werden darf, die Aufträge können aber schon 2018 vergeben werden.

(bt)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare