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Susanne Schindler sucht noch Personal und Jugendräume

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Von: Barbara Schmidt

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Susanne Schindler kehrte nach zwei Jahren zurück ins Hofheimer Rathaus und ist dort jetzt die neue Fachbereichsleiterin "Soziales".
Susanne Schindler kehrte nach zwei Jahren zurück ins Hofheimer Rathaus und ist dort jetzt die neue Fachbereichsleiterin "Soziales". © babs

Im Hofheimer Rathaus hat sich zuletzt eine Menge getan. Die Verwaltung der Kreisstadt hat nicht nur eine veränderte Struktur, es gibt auch viele neue Fachbereichsleiter. Wir stellen sie in einer kleinen Sommerserie vor.

Hofheim. In neuer Funktion ist Susanne Schindler in das ihr wohlvertraute Hofheimer Rathaus zurückgekehrt: Die 54-Jährige hat die Leitung des Fachbereichs "Soziales" übernommen. Vorgesehen war der ursprünglich nicht bei der Neuordnung der Verwaltungsstruktur, doch spätestens mit dem Problem drohender Zwangsräumungen für anerkannte Flüchtlingsfamilien in Gemeinschaftsunterkünften des Main-Taunus-Kreises, für deren Unterbringung so die Stadt zur Abwendung von Obdachlosigkeit zuständig wurde, war klar, dass es auch für die soziale Komponente solcher Themen klare Zuständigkeiten und Ansprechpartner im Rathaus braucht. Und mit Susanne Schindler gab es eine Bewerberin, die in der Stadt nicht bei Null beginnen musste.

"Ich war knapp zwei Jahre weg", sagt die Chefin des Fachbereichs mit der Nummer 10, der wie Zentrales (Fachbereich 5), Finanzen (8), Kultur und Sport (1) und die Stabsstelle in die Verantwortung von Bürgermeister Christian Vogt (CDU) fällt. Seit dem 1. Mai ist sie zurück, frühere Kollegen hatten sie auf die Stellenausschreibung der Stadt Hofheim aufmerksam gemacht. Ganz leicht sei ihr der Abschied von der Aufgabe, die sie 2020 beim Berufsbildungswerk Südhessen in Offenbach und Karben übernommen hatte, nicht gefallen, gesteht Susanne Schindler. Doch für sie neben der Leitungsverantwortung, die ihr vorher in Hofheim gefehlt hatte, nicht zuletzt verlockend war die Aussicht, einen Arbeitsplatz direkt vor der Tür zu haben. Denn die im Kreis Offenbach aufgewachsene Diplom-Sozialgeographin, die lange in Liederbach gelebt hat, ist seit Dezember Marxheimerin. "Ich kann jetzt zu Fuß zur Arbeit gehen - und ich liebe es," sagt Schindler. Da sie zudem im vergangenen November Oma geworden ist, freut sie sich nun doppelt, die Zeit, die sie früher fürs Pendeln benötigte, nun in den Familienzuwachs investieren zu können.

Zwölf Teammitglieder sollte Schindlers Fachbereich eigentlich zählen, derzeit seien allerdings neun Plätze unbesetzt, sagt die Chefin. So ist sie im Augenblick vor allem darauf aus, die vakanten Positionen zu füllen. Das sei zum einen spannend, sagt Schindler, zum anderen aber sorgt es im Augenblick aber auch dafür, dass für manches noch der Ansprechpartner fehlt.

Dass ihr Fachbereich neben Kultur und Sport zudem der sei, der von Corona besonders gebeutelt worden sei, weil viele Veranstaltungen einfach nicht möglich waren, nennt sie als weitere Herausforderung. Um manches neu anzuschieben braucht es aber eben erst einmal "Leute, die es tun", sagt die Chefin, die für die Teams Jugendarbeit, Offene Angebote Kinder (wie etwa die Ferienspiele), Seniorenberatung, Diversität und Kooperation (ehemals: Modellregion Inklusion) sowie Einkommen und Wohnen zuständig ist.

Als besondere Herausforderungen für ihren Fachbereich nennt Schindler aktuell, Räume für Jugendliche zu finden. die sich mehr Treffpunkte wünschten, und das im gesamten Stadtgebiet. Dazu gelte es, den gesellschaftlichen Zusammenhalt weiter zu stärken. Einen "neuen Fokus" würde sie zudem gern auf die "Queer-Community" legen - auf jene Menschen, die nicht heterosexuell orientiert sind. "Das hatten wir bisher noch nicht."

Am nächsten Mittwoch lesen Sie,

was Daniel Hablowetz, Hofheims Bauhof-Chef, an seiner Arbeit besonders schätzt.

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