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Die Seifenblasenkünstlerin faszinierte die Kinder, die historischen Hofheim-Fotos an Bauzäunen (im Hintergrund) die Erwachsenen.

Runderneuerte Organisation

Tausende feierten im Wochenende das Altstadtfest in Hofheim

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Die dritte Auflage machte es offensichtlich: Das Altstadtfest hat sich etabliert. Die Neuerungen, zu denen sich die Veranstalter entschlossen hatten, haben ihm gut getan – und natürlich das schöne Wetter.

Rundum positiv fielen gestern und am Samstagabend die Reaktionen von Besuchern und Veranstaltern des dritten Hofheimer Altstadtfestes aus. Einige Neuerungen wie die mit alten Hofheim-Fotos im Großformat bestückten Bauzaun-Elemente, die das Flanieren zwischen den einzelnen Plätzen attraktiver machen sollten, kamen bestens an. „Wer ist das da wohl?“, so eine der meistgestellten Fragen, wenn Personen mit abgebildet waren. Altstadtführerin Renate Hofmann, die eine stattliche Gruppe zum Rundgang begrüßen konnte, hatte in vielen Fällen eine Antwort parat. „Das ist die Tochter von Wirt Gustav Kyritz, Sigrun“, klärte sie zum Beispiel vor einem Foto aus den 1950er Jahren aus dem Historischen Gasthof Landsberg auf.

Erster Publikumsrenner war am Samstagmorgen der Fahrrad-Basar der CDU. Dass ein Fest für jedes Alter gelungen war, freute auch die fröhliche Runde, die im „Gäste-Eck“ in der Bärengasse einen Apfel-Chardonnay probierte. Michael, Michaela, Anette und Dieter schmunzelten über das Urteil von Marcel (11), der zugab: „Am Anfang wollte ich nicht mit, aber jetzt ist es doch gut!“ Stolz zeigte er das Messer, das er sich beim Schmied selbst gefertigt hatte. Spaß hatten auch Cosima (10) und Simon (4) und viele andere Kinder, die die Seifenblasenkünstlerin, einen der „Walking Acts“, umringten. „Das ist cool, weil man mitmachen kann!“, schwärmte Cosima und sprang gleich weiter fröhlich in die Luft, um eine der großen Seifenblasen zu erwischen und zum Platzen zu bringen.

Während sich der Platz vor der Jugendbühne zwischen Kellerei und Stadtmuseum erst später füllte, war am Samstagabend auf dem Tivertonplatz von Anfang an mächtig was los. Die Band Backtrip sorgte auf der Bühne für Stimmung. „Das Flair der Altstadt ist super. Und das in Kombination mit Live-Musik und köstlichen Speisen. So kann man gut einen netten Abend verbringen“, fand Oliver Ziss, der ebenfalls mit Freunden unterwegs war.

Freunde treffen – für viele nach wie vor eines der Motive, das Altstadtfest als Nachfolger von Frühlingsmarkt und Wäldchestag gern zu nutzen. Endlich wieder unter freiem Himmel feiern zu können – auch das lockte aber, auch wenn es am Samstag zwischendurch mal einen Regenschauer gab. Danach waren Bänke und Tische schnell abgewischt und wieder besetzt.

Sonnenschein pur gab’s am Sonntag – und noch deutlich mehr Andrang, zumal der verkaufsoffene Sonntag mit manchem Schnäppchen zusätzlich Sogwirkung entfaltete. Auch am Kreisblatt-Stand in der Hauptstraße war immer gut zu tun. „Das Angebot, Turnbeutel zu bedrucken, kommt super an, bei Kindern und Eltern, “ konnte Esther Schürhoff berichten.

„Ich finde die Atmosphäre gut hier und das Wetter spielt jetzt auch mit“, gefiel Steffen Hübner diesmal das Altstadtfest rundum. Mit Ehefrau Inken genoss er in der Hauptstraße ein Gläschen Sekt und die Live-Musik des Oldie Express. Ein paar Schritte weiter versuchte sich Marc Hofmann (20) am Stand des Schützenvereins mit dem Lichtgewehr. Auch er urteilte: „Es ist super hier – und für jedes Alter zu empfehlen.“

Reaktionen, die besonders Beate Hüls von der Agentur evendon freuten, die erstmals die Organisation des Altstadtfestes übernommen hatte. Ihr großer Dank galt gestern den Sponsoren. „Ohne sie wäre das so nicht möglich gewesen.“ Eva Rembser als Vorsitzende des Gewerbevereins IHH und Wulf Baltruschat als Vereinsring-Vorsitzender waren sich als Mitveranstalter einig: „Die Organisation in professionelle Hände zu geben, war eine gute Idee,“ so Baltruschat. „Es hat sich auf jeden Fall bewährt“, ergänzte Rembser. Wie es im nächsten Jahr weiter geht, hängt nicht zuletzt an denen, die mitziehen. „Ideen sind viele da“, hat Beate Hüls schon festgestellt. „Und vielleicht hat ja auch der ein oder andere Verein durch die gute Erfahrung Lust gefunden, wieder mitzumachen unter dem Motto: Wir Hofheimer machen ein Fest.“

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