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Im neuen Weltladen räumen Isolde Millahn und Matthias Henrich schon die erste Ware ein.

Fairtrade

Team des Weltladens will noch mehr tun für den fairen Handel

Am Samstag hat der Weltladen seinen letzten Verkaufstag im bisherigen Ladenlokal. Dann ist Neueröffnung - mit erweitertem Angebot.

Der Weltladen hat den Fairen Handel in Hofheim schon zum Begriff gemacht, als noch niemand von Fair-Trade-Städten gesprochen hat. Nach mehr als 20 Jahren im historischen Gemäuer, im Haus des ehemaligen Gasthofs „Landsberg“ in der oberen Hauptstraße, wird der Weltladen nun einen entscheidenden Schritt machen: Er zieht um in ein größeres Ladenlokal. In der Burgstraße 16, wo seit den 1980er Jahren „Topas“ seine Geschäftsräume hatte, wird vom 13. Oktober an ein erweitertes Angebot gemacht. Großes Ziel: Der Fair-Trade-Gedanke soll noch stärker als bisher ins Bewusstsein gerückt werden.

Zur Vorbereitung hat das Team aus lauter Ehrenamtlichen, das gerade erst wieder um drei neue Leute gewachsen ist, eine Expertin zur Sortimentsberatung eingeladen. „Es gibt in Hofheim eine Marktlücke für hochwertige Geschenke“, fasst Matthias Henrich, Vorsitzender des Weltladen-Vereins, ein wesentliches Ergebnis zusammen. Die Konsequenz: Das Angebot im Bereich Kunstgewerbe und Kunsthandwerk wird im neuen Laden ausgeweitet.

Um die Waren angemessen präsentieren zu können, wurden in den Behindertenwerkstätten in Bethel Holzregale für das neue Geschäft gefertigt. Das Beleuchtungssystem wurde auf sparsame LEDs umgestellt. Das alles passt zur Philosophie, denn nicht nur die Ware, die der Weltladen verkauft, auch die Einrichtung soll möglichst nachhaltig sein, ökologisch einwandfrei und fair produziert. „Alles andere wäre ja nicht stimmig“, sagt Matthias Henrich.

Der Umzug kostet den Weltladen-Verein neben viel ehrenamtlicher Arbeit auch eine Stange Geld. Daher ist man froh, mit der Pax-Bank einen Partner für ein Crowdfunding gefunden zu haben. Wer es unterstützen will, findet dazu Informationen auf der Internetseite . „Wir nehmen aber auch so gern Spenden an“, weiß Henrich, dass nicht jedem das Spenden über das Internet sympathisch ist.

Weil man sich nicht in aller Welt vor Ort anschauen kann, zu welchen Bedingungen und mit welchen Materialien etwas hergestellt wird, was man im Weltladen verkauft, passiert die Vermittlung über die großen Einkaufsgenossenschaften wie Gepa. Die Hofheimer haben vorab verschiedene Messen besucht, wo Faire Produkte vorgestellt werden. „Für viele, die erst an der Straße oder auf Basaren ihre Erzeugnisse angeboten haben, sind die Weltläden die erste Anlaufstelle, im Welthandel Fuß zu fassen.“

Im neuen Laden wird auch eine Kaffeemaschine stehen. Das soll Kunden ermöglichen, auch mal zu probieren, was in diesem Bereich angeboten wird. „Wir wollten den Menschen aber auch einfach einen Grund geben, einfach mal hereinzukommen, auch wenn sie nicht unbedingt etwas kaufen möchten“, sagt Henrich. Kaffee (oder auch Tee) im To-Go-Becher wird es im Weltladen natürlich nicht geben. Zur Eröffnung, die am nächsten Samstag, 13. Oktober, von 10 bis 14 Uhr geplant ist, wird es unter anderem eine Schokoladen-Verköstigung geben. Noch eine Neuerung: An neuer Adresse ist künftig von montags bis samstags geöffnet. babs

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