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Das Parkdeck am Bahnhof wird bereits per Video überwacht.

Sicherheit

Vorerst keine weiteren Überwachungskameras in Hofheim

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Es gibt schon einige Stellen im Stadtgebiet, an denen nach Einschätzung der Polizei eine Verbesserung der Sicherheitslage erreicht werden könnte.

Es gibt schon einige Stellen im Stadtgebiet, an denen nach Einschätzung der Polizei eine Verbesserung der Sicherheitslage erreicht werden könnte. Die Stadt will allerdings zum jetzigen Zeitpunkt keine Beschlüsse in dieser Richtung fassen, sondern die Ergebnisse des Präventionsprogrammes „Kompass“ abwarten. Die Stadtverordnetenversammlung hat die Beteiligung an diesem Programm des Landes Hessen beschlossen.

Bekanntlich gibt es vier Kameras im Parkdeck am Bahnhof und drei weitere am Busbahnhof sowie am Eingang des Bahnhofstunnels. Die Zahl der Straftaten dort ist rückläufig, sagt die Polizei. Aber wissenschaftlich nachweisbar sei der Zusammenhang mit der Videoüberwachung nicht, es könne auch andere Ursachen geben. „Die intensive Bestreifung durch Polizei, Ordnungspolizei und Freiwillige Polizeihelfer hat eine präventive Wirkung“, heißt es in einem Bericht des Magistrats für die Stadtverordnetenversammlung.

Von einer Zunahme von Straftaten an neuralgischen Punkten in der Innenstadt kann jedenfalls nicht gesprochen werden. Im unteren Abschnitt der Elisabethenstraße zum Beispiel wurden 2014 insgesamt 17 Delikte registriert, 2016 noch 15. Am Chinonplatz ist die Zahl von 19 auf 12 zurückgegangen. Zumeist ging es um Körperverletzung, Sachbeschädigung und Diebstahl. An der Rudolf-Mohr-Straße hatten sich 2014 Drogendelikte gehäuft, in den nachfolgenden Jahren aber nicht mehr.

Geeignet für die Aufstellung von Kameras wären aus Sicht der Stadt der untere Teil der Elisabethenstraße, der Chinonplatz, der Parkplatz hinter dem Rathaus, der Kellereiplatz, die Hauptstraße, der Jazzkeller und der Parkplatz am Untertor. Der Präventionsrat würde darin auch eine Verbesserung der Sicherheitslage sehen. Trotzdem möchte der Magistrat zuerst die Ergebnisse des Programmes „Kompass“ abwarten. Bei diesem vom Land initiierten Programm bietet die Polizei an, Sicherheitsprobleme in den Kommunen in Zusammenarbeit mit der Verwaltung, aber auch mit den Bürgern zu analysieren und Lösungen vorzuschlagen. Dabei sollen Einschätzungen von Schulen, Unternehmen, Gewerbevereinen und anderen eingeholt werden. Das Land legt dabei Wert darauf, dass die Kommune eigene Ressourcen und Vorstellungen einbringt und das Programm nicht als bloßes Dienstleistungsangebot des Landes betrachtet.

(bt)

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