Oben die Südansicht des geplanten Neubaus und unten die Westansicht mit der schmalen Frontseite: Links die Halle für die Anlieferung, rechts der Markteingang.
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Oben die Südansicht des geplanten Neubaus und unten die Westansicht mit der schmalen Frontseite: Links die Halle für die Anlieferung, rechts der Markteingang.

Bauprojekt

Wallau: Ein Aldi und 14 Wohnungen

  • VonBarbara Schmidt
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Zwischen Friedhof, Nahkauf und L 3017 soll ein Wohn- und Geschäftshaus entstehen.

Wallau -Hinter dem Nahkauf an der Wiesbadener Straße soll eine neue Aldi-Filiale entstehen. Auf die üblichen Geschäfts- und Lagerräume soll hier zusätzlich eine Wohnbebauung aufgesetzt werden. Das gilt als Win-Win, denn Läden, die für sich als eingeschossige Bauten stehen, versiegeln trotzdem samt der zugehörigen Stellplätze viel Fläche. Erhalten sie Obergeschosse, wird ein Grundstück deutlich besser ausgenutzt - aus ökologischer, aber auch aus ökonomischer Sicht. Zumal Wohnraum im Rhein-Main-Gebiet nach wie vor stark nachgefragt ist.

Die Stadt möchte daher das Projekt in Wallau, das von der Schoofs Immobilien GmbH Frankfurt mit Sitz in Neu-Isenburg entwickelt wird, ermöglichen. Dafür muss ein sogenannter "vorhabenbezogener Bebauungsplan" aufgestellt und von der Stadtverordnetenversammlung am Ende beschlossen werden.

Der Aufstellungsbeschluss wurde bereits im Oktober 2019 gefasst, nun hat der Investor ein Nutzungs- und Bebauungskonzept vorgelegt. Dieses soll Grundlage für die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit sein. In der Sitzung des Ortsbeirats wird es heute Abend (Beginn 20 Uhr, Ländcheshalle) öffentlich vorgestellt.

Den Entwurf hat die Planungsgruppe Darmstadt erstellt. Der Lebensmittelmarkt soll demnach bis zu 1200 Quadratmeter Verkaufsfläche haben dürfen. Für die Nutzfläche insgesamt werden im Entwurf 1783 Quadratmeter angegeben. Insgesamt 14 Wohnungen sind im ersten und zweiten Obergeschoss geplant. Das zweite ist dabei ein Staffelgeschoss. Die Wohnungen sind über zwei voneinander getrennte Treppenhäuser erreichbar.

Erschlossen werden sollen sie über die recht schmale Stichstraße, die am Friedhof entlang führt. Dagegen erfolgt die Zufahrt zum Aldi-Markt ebenso wie die Ausfahrt nach den bisherigen Plänen ebenfalls von der Wiesbadener Straße her, aber, abgeschirmt durch je einen zwei Meter hohen Holzzaun, zwischen den Häusern Nr. 22 und 22 b. Außerdem soll es im Süden einen Fuß- und Radweg geben, der an die Kreuzung Theodor-Heuss-Straße/L3017 angebunden ist.

Für die 14 Wohneinheiten sind 24 Stellplätze auf den Gebäudeseiten zum Friedhof und zur L 3017 vorgesehen. Für die Aldi-Kunden zeigt der Plan 95 Stellplätze auf dem Vorplatz des Marktes und entlang der Zufahrtsstraße. Aus Rücksicht auf die Wohnnutzung soll in einer überdachten Halle die Anlieferung erfolgen. Diese sowie die Öffnungszeiten des Marktes will die Stadt auf die Zeit von 6 bis 22 Uhr beschränken.

Die zulässige Grundfläche, bei der auch die Stellplätze und Zufahrten mitzählen, darf laut B-Plan-Entwurf auf dem 7627,2 Quadratmeter großen Grundstück maximal 7000 Quadratmeter betragen. Nach dem Vorentwurf ist das Gebäude 12,95 Meter hoch, es darf länger als 50 Meter sein. babs

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