Info: „Am Erlenborn“ geht’s im März los

Aktuell leben in Schwalbach 90 Flüchtlinge und Asylbewerber. Diese Zahl nannte Bürgermeisterin Christiane Augsburger (SPD) beim städtischen Neujahrsempfang.

Aktuell leben in Schwalbach 90 Flüchtlinge und Asylbewerber. Diese Zahl nannte Bürgermeisterin Christiane Augsburger (SPD) beim städtischen Neujahrsempfang. 45 Personen, also die Hälfte dieser Menschen, wohnt in der Containeranlage, die sich neben dem Atrium befindet (Westring, Frankenstraße). Die andere Hälfte, sagte Augsburger, sei in Wohnungen untergebracht. Die Rathauschefin bekräftigte, dass die Gemeinschaftsunterkunft neben dem Atrium „vermutlich noch im Januar“ erweitert wird, „so dass dort dann zwischen 80 und 100 Menschen leben können“. Auf den Ausbau dieser Einrichtung hatte der MTK gedrängt. In Schwalbach gab es um diese Frage eine Kontroverse. Die Grünen lehnten den Plan ab, aber dennoch fand sich in der Stadtverordnetenversammlung eine breite Mehrheit. Augsburger erwähnte, dass auch die seit Monaten geplante Flüchtlingsunterkunft „Am Erlenborn“ größer ausfallen soll, als es ursprünglich gedacht war. Augsburger: „Die Arbeiten dort sollen im März beginnen. So genau können wir das nicht vorhersagen.“ Denn Bauherr sei nicht die Stadt Schwalbach, sondern der Main-Taunus-Kreis. „Im Jahr 2015 musste Schwalbach 176 Flüchtlinge aufnehmen“, fügte die Rathauschefin hinzu. Die Stadt beherbergt also weniger Menschen, als sie es eigentlich müsste. Wie viele Neuankömmlinge Schwalbach 2016 aufnehmen muss, „wissen wir nicht“, sagte Augsburger. „Das weiß derzeit niemand.“ Es kostet die Stadtverwaltung eine Menge Zeit und Arbeit, geeignete Unterkünfte zu finden, mit dem MTK zu sprechen, mit Eigentümern von Immobilien zu verhandeln und mit den mehr als 100 Ehrenamtlichen der Initiative Flüchtlingshilfe zusammenzuarbeiten. Die Hauptlast tragen die Leiterinnen des Sozialamtes sowie des Bau- und Planungsamtes, Brigitte Wegner und Heike Hochheimer. Augsburger: „Um sie zu entlasten, haben die Stadtverordneten im Haushalt 2016 gleich zwei Stellen geschaffen.“ Im Sozialamt soll die Hilfe für die Flüchtlinge koordiniert werden. Einen Ansprechpartner soll es auch in Heike Hochheimers Ressort geben – für Bausachen und die Kontakte mit Eigentümern. ask

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