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Carmen Weber, Theresa Hochstädter, Rosi Sprungk und Jürgen Mook stehen MTS-Schülern Rede und Antwort.

"Save My Grandma"

Jugendprojekt schützt Senioren

Das vom Haus der Jugend entwickelte Präventionsprojekt „Save My Grandma – Schütze meine Großmutter“ ist jetzt in der Main-Taunus-Schule angelaufen.

Das vom Haus der Jugend entwickelte Präventionsprojekt „Save My Grandma – Schütze meine Großmutter“ ist jetzt in der Main-Taunus-Schule angelaufen. Immer mehr Seniorinnen und Senioren werden Opfer von gezielter Kriminalität. Am bekanntesten ist der sogenannte „Enkeltrick“, aber auch Taschen- und Trickdiebstahl, falsche Gewinnversprechungen, falsche Polizisten und Handwerker, Überrumpelung an der Haustür und Schockanrufe sind gängige Methoden.

Um ältere Menschen vor Straftaten dieser Art zu schützen, trägt das Projekt „Save My Grandma“ das Thema gezielt in Familien. Der Zugang gelingt über Jugendliche. In Workshops in der Schule informieren Carmen Weber und Theresa Hochstädter gemeinsam mit Polizeihauptkommissar Jörg Zollmann sowie der Sicherheitsberaterin für Senioren, Rosi Sprungk, und dem Geschäftsführer des Präventionsrates MTK, Jürgen Moog, über die Gefahren für Senioren. Ziel ist es, dass die Jugendlichen danach über Gespräche innerhalb der Familien möglichst viele Eltern und Großeltern erreichen.

Während des Workshops an der Main-Taunus-Schule wurden die Schüler gebeten, die Diebstahls- und Betrugsmaschen zu nennen, von denen sie bereits gehört hatten. Tatsächlich waren die meisten Maschen bekannt. Nicht zuletzt weil die Schüler in ihren Familien derartige Versuche mitbekommen hatten.

„Das Schulprojekt ist sehr gut gestartet“, resümierte Jürgen Moog. Es sei eine hervorragende Ergänzung der Strategie von Präventionsrat und Polizei, um Straftaten zum Nachteil älterer Menschen vorzubeugen. „Neben den Sicherheitsberatern für Senioren, welche die älteren Menschen auf Augenhöhe sensibilisieren, tragen hier die Enkel das Thema an ihre Eltern und vor allem ihre Großeltern heran.“

Zudem trage das generationsübergreifende Projekt dazu bei, dass Jugendliche Verantwortung übernehmen und in die Lage versetzt werden, ihren Großeltern etwas Gelerntes weiterzugeben. Im kommenden Jahr wird das Projekt an weiteren Schulen in Hofheim angeboten.

Im Jahr 2017 gab es 61 Enkeltrick-Versuche im Main-Taunus-Kreis, vier Delikte wurden vollendet und führten zu einem Schaden von 70 000 Euro. Außerdem wurden 800 Anrufe „Falscher Polizisten“ bekannt, denen acht ältere Menschen auf den Leim gingen und Geld und Gegenstände für insgesamt 600 000 Euro übergaben.

(hk)

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