Keine eindeutige Rechtslage

„Flecko“ ist nicht der erste Hahn, der Nachbarn stört. Allerdings kräht er nicht im reinen Wohngebiet, sondern in einem Mischgebiet. Denn im alten Ortskern von Marxheim gibt es noch immer auch

„Flecko“ ist nicht der erste Hahn, der Nachbarn stört. Allerdings kräht er nicht im reinen Wohngebiet, sondern in einem Mischgebiet. Denn im alten Ortskern von Marxheim gibt es noch immer auch einige landwirtschaftliche Anwesen. Möglich, dass dort Ähnliches gilt wie in Wyhl am Rhein, wo, so hat das Amtsgericht Kenzingen entschieden, die Hühnerhaltung zu den „üblichen Gepflogenheiten“ gehört und deren Geräusche daher hinzunehmen sind. Hahn „Caruso“ aus Kelkheim dagegen, über dessen Fall das Kreisblatt 2015 berichtete, musste in einen schallgedämmten Stall, zumindest zwischen 19 und 8 Uhr. Eindeutige Regelungen zum Tierlärm gibt es aber in Deutschland nicht. Dass Haustiere die Nachbarn nicht durch „unzumutbares Gebelle oder Geräusche stören dürfen“, darauf weist aber zum Beispiel der Deutsche Mieterbund hin. babs

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare