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Sie haben Grund zum Strahlen: Manfred Kessler und Tanja Vondrovsky wurden geehrt. Foto/Repros: Reuß

Fastnacht

Der „Elfer“ und die Tänzerin: Manfred Kessler ist eine Arbeitsbiene im Rat, Tanja Vondrowsky eine begabte Trainerin

Am Samstag starteten die Narren des AKK (Arbeitskreis Karneval der Kolpingfamilie Kelkheim) ihr närrisches Programm auf der Bühne im Franziskushaus. Mit „Helau“ und „Hallo“ freuten sich die Gäste auf bunte Beiträge, zu denen auch zwei besondere Ehrungen gehörten.

Nein, verraten wird bei den Narren des Arbeitskreises Karneval der Kolpingfamilie Kelkheim (AKK) so schnell nichts. Ganz besonders nicht, wenn es sich um die Preisgabe von Namen zu ehrender Narren handelt. Schließlich möchte der Verein auch die engagierten Mitglieder überraschen. Dies ist Sitzungspräsident Wolf Schultheiß denn auch in 2019 gelungen. Das Franziskushaus ist zum Ordensfest voll belegt. Funkenmariechen, Senatoren, Mitglieder und Narren schunkeln fröhlich, und die Stimmung ist dank der professionell einstudierten Gardetänze bestens.

Liebe im Club gefunden

Tanja Vondrovsky ist seit 35 Jahren aktive Tänzerin des Vereins und seit einem guten Jahrzehnt auch Trainerin des Funkenmariechens. Klar, dass sie da bei jedem Tanzschritt auf der Bühne mitfiebert. Doch als der Lichtkegel der Narren am Ordensfest auf sie trifft, ist Tanja Vondrovsky sprachlos. Denn sie erhält zum Ordensfest den Senatoren-Verdienstorden des AKK. „Ich war total überrascht. Damit habe ich nicht gerechnet“, sagt sie. Die Strategie der AKK-Narren „keinen Mucks zu Irgendjemandem, bis nicht der Präsident das Kommando gibt“, ist aufgegangen.

„Ich musste erstmal eine Nacht darüber schlafen“, erklärt die engagierte Tänzerin der Gruppe „Phönix“ und Trainerin danach. Ihr Engagement sehe sie aber nicht als Arbeit. Die Liebe zur Fassenacht sporne sie immer wieder an. „Ich habe mit sieben Jahren im Mini-Ballett angefangen“, erinnert sie sich. Die Mutter habe sie damals beim AKK angemeldet, und auch die Freundinnen seien seinerzeit dabei gewesen.

Die kleine Truppe quirliger Tanzmäuse übte gerne die vielfältigen Tanzschritte für das alljährliche Narrentreiben. Doch sie wurden älter, und „die Interessen verlagerten sich“, weiß Tanja Vondrovsky. Jede machte etwas anderes: „Nur ich blieb dabei.“ Das ist jetzt 35 Jahre her. Eine lange Zeit, in der sich auch die Wege mit ihrem heutigen Ehemann Michael kreuzten. „Wir haben uns tatsächlich hier kennengelernt“, erinnert sich der Gatte. Er habe „ein Auge auf sie geworfen“. Nach einigen Wochen wurden sie schon ein Paar. Geheiratet habe sie aber „klassisch“, nicht närrisch.

Immer noch ist Michael Weck-Vondrovsky vom tänzerischen Talent seiner Frau fasziniert. „Sie probt mit allem, was dazu gehört, im Wohnzimmer, zählt im Takt und hat neue Ideen“, weiß er zu berichten. Carolin Kuhles, mittlerweile selbst Trainerin, wurde als Solo-Funkenmariechen von Tanja Vondrovsky gecoacht. „Sie weiß, wovon sie spricht und kennt sich gut aus. Vor allem aber kann sie sich in andere Menschen einfühlen“, bestätigt sie deren Qualitäten.

Lob für Zusammenhalt

Einer, der weniger im musikalischen Bereich tätig war, aber dennoch immer zur Stelle und mit vollem Herzblut der Narrenzunft noch heute verfallen ist – das ist Manfred Kessler. „Er ist eine richtige Arbeitsbiene. Nichts ist ihm zu viel. Und er ist immer für uns da – in allen Funktionen“, lobt Sitzungspräsident Schultheiß. Ihm mache die Fassenacht unheimlich viel Spaß. „Der Zusammenhalt und die Freundschaft sind einfach großartig“, betont der rüstige Senior. Kessler wird in dieser Kampagne in den Ehrenelferrat aufgenommen. Eine Auszeichnung, die nicht jeder Narr beim Kelkheimer AKK so ohne weiteres erhält.

Weitere Beförderungen standen beim Ordensfest für Maximilian Schneider und Elias Di Benedetto an. Schneider rückt zum Unteroffizier der Ehrengarde auf. Di Benedetto wird in die Ehrengarde aufgenommen. Sitzungspräsident Wolf Schultheiß konnte zum Ordensfest mit Matthias Kurreck, Geschäftsführer der Liederbacher Firma Vario Büroeinrichtungen, einen neuen Senator im Kreis der finanziellen Förderer begrüßen. Besonders freute sich Schultheiß auch über einen besonderen Stargast des Abends: Den aus Funk und Fernsehen bekannten Bauchredner Frank Lorenz mit seinem Affen Charly.

Es gibt noch Sitzungs-Karten

Die Termine der drei Sitzungen sind am Samstag, 16. Februar; Samstag, 23. Februar und Freitag, 1. März, jeweils ab 19.31 Uhr im Franziskushaus Hornau. Der Eintritt beträgt 15 Euro. Karten gibt es vor allem noch für den ersten Termin im Brillen-Studio Weck, Bahnstraße 8, (0 61 95) 52 22, oder kartenservice@akk-kelkheim.de .

von ESTHER FUCHS

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