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Manfred Guder zeigt seine Landschaftsbilder in der alten Kirche Hornau

In Kelkheim läuft die Kultur wieder an

Die erste Ausstellung in der Corona-Krise

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KUNST Der bekannte Kelkheimer Maler Manfred Guder stellt seine neusten Bilder in der Alten Kirche Hornau aus

Hornau -Das wollte sich Manfred Guder nicht entgehen lassen: 80 Jahre alt ist er vor wenigen Monaten geworden. Und seine Jubiläumsausstellung sollte von der Corona-Krise nicht gestoppt werden. Da auch die neuen Regelungen das ermöglichen, ist nun seine Bilderschau "Landschaften" zu sehen. Guder zeigt seine Aquarelle und Ölbilder in der Galerie der Stadt in der Alten Kirche, Rotlintallee. Die Ausstellung ist geöffnet von Samstag, 16. Mai, bis Pfingstsonntag, 31. Mai, von Mittwoch und Freitag, 15 bis 18 Uhr, sowie Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 11 bis 18 Uhr. Beim Kauf bietet der Künstler 25 Prozent Jubiläums-Nachlass.

Es ist die erste öffentliche Kulturveranstaltung nach dem Stopp durch die Corona-Krise. Und so ganz spurlos geht die Sache auch an Guders Jubiläums-Schau nicht vorbei. "Wegen der noch anhaltenden Lage aufgrund der Corona-Pandemie wird auf eine Eröffnungsfeier verzichtet. Das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes sowie die Einhaltung eines Mindestabstandes von zwei Metern während des Besuches der Ausstellung in der Alten Kirche Hornau sind verpflichtend", teilt die Stadt mit.

Manfred Guder kann es verschmerzen und hofft dennoch auf interessierte Besucher. Er hat in 80 Jahren schon viel erlebt, sich als Maler und Naturschützer in der Region einen Namen gemacht. Die Begeisterung für die Künste wurde bei dem Kelkheimer geweckt, nachdem er als 17-Jähriger bei einem Freund in der Nachbarschaft Stillleben und Porträts gesehen hatte, die in der Städel-Abendschule unter Leitung von Walter Hergenhahn entstanden waren. Seinem spontanen Entschluss, noch während seiner Lehrzeit als Maschinenschlosser in den Frankfurter Adlerwerken die Städel-Abendschulen zu besuchen und die künstlerische Laufbahn einzuschlagen, bezeichnet er heute als "absoluten Glücksfall". Guder nahm nach der Lehre ein Studium an der Werkkunstschule Offenbach auf mit dem Abschluss als Grafiker. Dann entschied er sich für eine Abenteuerreise, bewaffnet mit Malutensilien und Fotoapparat.

Später arbeitete er als freischaffender Grafiker. Privat entstanden nach einer Pause Städte-Porträts, die Liebe zum Aquarell war geblieben, die Ölmalerei folgte. Seitdem fertigte er gut 280 Landschaftsbilder aus der Region. In jüngster Zeit reizt es ihn, heimische Industrielandschaften zu aquarellieren. hk/wein

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