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Fischbach: Patrick Smith wohl bald Pfarrer in St. Johannes

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Von: Frank Weiner

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Pfarrer Patrick Smith predigte beim Gemeindefest.
Pfarrer Patrick Smith predigte beim Gemeindefest. © privat

Einstimmiges Votum der Evangelischen Gemeinde

Fischbach. Es ist derzeit nicht leicht, Pfarrer für Kirchengemeinden zu finden. Die Fischbacher Evangelische Gemeinde St. Johannes hatte Glück, aber auch die Gunst der Stunde genutzt. Nach dem Abschied von Pfarrer Andreas Hannappel, der mit seiner Frau und Kollegin Astrid von der Stephanusgemeinde Hornau (Text unten) im Sommer nach Wiesbaden gegangen ist, hat der Kirchenvorstand die Fühler in die Nachbarschaft ausgestreckt. Denn in Fischbach wohnt Patrick Smith, derzeit noch Seelsorger im Klinikum Höchst, schon seit Jahren. Der 40-Jährige, der aus Bad Soden kommt, übernahm die Konfirmandenbetreuung mit. Dann war er beim Gemeindefest mit einer Predigt präsent und hat sich auf die freie Stelle beworben.

Nun kann diese Gemeinde aus ihrer Sicht verkünden, dass dieser gute und frühe Kontakt gefruchtet hat. Unter Leitung von Dekan Martin Fedler-Raupp hat der Kirchenvorstand Smith einstimmig zum Gemeindepfarrer gewählt. Zuvor hatte er sich in einer Probepredigt mit folgender Gemeindeversammlung vorgestellt. „Wir sind sehr glücklich mit der Wahl und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Pfarrer Patrick Smith“, sagt Klaus Peter Meier, Vorsitzender des Kirchenvorstands. Das Gremiun zuversichtlich, „bei den drei Gottesdiensten am Heiligen Abend, die Smith auch selbst hält, der Gemeinde den neuen Gemeindepfarrer vorstellen zu können“.

Meier freut sich, dass der Kirchenvorstand zu einer einstimmigen Entscheidung gekommen ist und „dass er sich bei uns beworben hat“. Natürlich gebe es nun noch eine Einspruchsfrist bis zum 18. Dezember. Deshalb möchte sich Smith zu seiner wahrscheinlichen Rolle auf Anfrage dieser Zeitung auch noch nicht äußern. Meier wiederum ist erleichtert, ein schon bekanntes Gesicht für die eigenen Reihen gewonnen zu haben. Und räumt die grundsätzlich schwierige Suche nach Pfarrern ein, denn weitere Bewerbungen in Fischbach habe es nicht gegeben.

Einzige Bewerbung, wichtiges Personal

Anfang des nächsten Jahres könnte Smith dann spätestens in St. Johannes offiziell loslegen. Meier ist jedenfalls voller Vorfreude und Tatendrang: „Er kommt bei Jung und Alt gut an.“ Wichtig sei es, einen jüngeren Seelsorger zu haben, der die Fischbacher in die herausfordernden nächsten Jahren führen kann.

Denn das Projekt „EKHN 2030“ schwebt über vielen Entscheidungen. Die Gemeinden sind von der Leitung aufgerufen, größere Kirchenräume zu bilden, also mit den Nachbarn zusammenzuarbeiten. Das werde in Kelkheim mit der Stephanusgemeinde und der Paulusgemeinde unter den Protestanten längst praktiziert, betont Meier - etwa bei der Waldweihnacht oder mit Konzerten. Deshalb sei St. Johannes auch mit diesen beiden Nachbarn in guten Gesprächen, was einen gemeinsamen Raum betrifft. Es sieht aber so aus, als kommt dort noch die Evangelische Talkirchengemeinde Eppstein hinzu. Aus ihr waren einst die Fischbacher hervorgegangen. Meier hält diese Kooperation für sinnvoll. Es gebe zwar noch keine Beschlüsse des Kirchenvorstands dazu, aber vorstellbar sei dieses Quartett auf jeden Fall. Das nächste Treffen soll im Januar sein. Meier findet es wichtig, „Kirche neu zu denken“ und ist deshalb offen für die aktuellen Überlegungen. Dazu dann auch mit Smith das seelsorgerische Personal zu bekommen, erleichtert den Fischbachern diesen Blick in die Zukunft. wein

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