UKW-Chefin Doris Salmon (Mitte) erklärt den Anwohnern bei der Ortsbegehung, wie die Umgestaltung aussehen könnte.
+
UKW-Chefin Doris Salmon (Mitte) erklärt den Anwohnern bei der Ortsbegehung, wie die Umgestaltung aussehen könnte.

Wegen Lärmbelästigung

„Flüsterbelag“ statt Kopfsteinpflaster

  • Frank Weiner
    VonFrank Weiner
    schließen

Zwischen Tiefgarageneinfahrt und Mühlstraße soll die Hauptstraße zu einer verkehrsberuhigten Zone werden. Stellt sich die Frage nach dem passenden Belag. Beim Ortstermin wurde deutlich, dass die Bewohner wegen der Lärmbelästigung kein Kopfsteinpflaster wollen.

Die Hauptstraße wird zwischen der Einfahrt zur Tiefgarage in die Neue Stadtmitte und der Einmündung zur Mühlstraße zu einem verkehrsberuhigten Bereich umgebaut. Das hat der Verkehrsausschuss zuletzt so entschieden, und das wurde bei einem Ortstermin, zu dem die UKW eingeladen hatte, unter den vielen Anwohnern deutlich. Klar ist auch, dass es nicht wieder einen Asphaltbelag geben soll. Geplant ist vielmehr eine Gestaltung mit Betonstein. Welches Material dann genau für die Pflasterfläche mit einem Mittelbereich und Seitenräumen für die Fußgänger verwendet werden soll, das prüft die Verwaltung derzeit. Laut Bürgermeister Albrecht Kündiger (UKW) sei dies auch eine Kostenfrage. Insgesamt werden schon einige hunderttausend Euro auf die Stadt zukommen, wobei der Löwenanteil aus dem Topf des Sanierungsprogramms bezahlt wird. In dessen Bereich liegt die Hauptstraße. Der genaue Zeitplan, wann der Umbau beginnen und abgeschlossen sein soll, steht laut Kündiger noch nicht fest.

Beim Ortstermin mit der UKW wurde zuvor schon deutlich, dass die Anwohner aber kein Kopfsteinpflaster wollen. Denn das könnte wieder nur zu mehr Lärm führen, gaben die Anlieger zu bedenken. Die Politik brachte daher ein eher flach verlegtes Pflaster ins Spiel, analog der Gestaltung in der Mühlstraße. In jedem Fall solle dieser kleine Bereich des Altstadtkerns durch eine entsprechende Straßengestaltung „optisch aufgewertet“ werden, betonte die UKW. Mit einem Asphaltband würde die Stadt den Autofahrern zudem wieder nur suggerieren, hier könne doch etwas schneller gefahren werden. Künftig wird hier aber Schrittgeschwindigkeit gelten – und die liegt zwischen 5 und 15 Kilometer pro Stunde.

Wichtig ist den Anwohnern noch, dass bei der Umgestaltung die Parkplätze nicht leiden – und das sicherte die Politik zu. Das sei mit Blick auf die Bewohner, aber auch die Kunden der Geschäfte wichtig. Die Nachbarn wünschen sich, dass die Einhaltung des Halteverbots und künftig die Geschwindigkeit stärker kontrolliert werden. Nicht selten stellten Besucher der Neuen Stadtmitte ihre Autos hier ab. Doch aus personellen Gründen kann die Verwaltung solche Überprüfungen kaum sicherstellen. Unter dem Strich können die meisten Anwohner mit einem verkehrsberuhigten Umbau aber gut leben, auch die Pflastergestaltung überzeugte beim Ortstermin die Mehrheit. So heißt es nun Warten, bis die ersten Bagger anrollen.

Probleme mit Rollstuhl

Auch der Sozialverband VdK setzt sich für ein flach verlegtes Pflaster ein. Das sagt Vorsitzende Susanne Seifert dem Kreisblatt. Gerade Menschen im Rollstuhl oder mit Rollator hätten bei einem Kopfsteinpflaster Probleme. So wie es in der Bahnstraße gleich um die Ecke verlegt sei, „ist es eine Katastrophe“, sagt sie mit Blick auf die Menschen mit Behinderung. Daher setzt sich Susanne Seifert für den VdK für einen „ebenerdig gepflasterten“ Belag ein.

(wein)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare