Silberjubiläum

Gewerbeverein veranstaltet Messen und Märkte

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Die Vereinigung Kelkheimer Selbständiger blickt auf 25 bewegte Jahre zurück. Und ist aktuell so erfolgreich wie kaum zuvor. Doch zwei Wünsche hätte der aktive Chef dann noch . . .

Herbert Seidler ist mit seinem „Erbe“ glücklich. „Ein großer Gewinn für die VKS“ – so begrüßt der ehemalige Vorsitzende des Gewerbevereins, der Vereinigung Kelkheimer Selbständiger, seinen Nach-Nach-Nachfolger Rainer Brestel beim Jubiläumsfest am Schlosshotel Rettershof. Denn die VKS feiert Silberjubiläum – kann auf 25 Jahre zurückblicken. Das wird bei einem guten Wein und einem leckeren Essen im Domizil des Mitglieds „Schlosshotel“ entspannt gefeiert.

Dazu hat die VKS allen Grund, denn Seidler und Brestel sind mit der Entwicklung zufrieden. Seidler wünscht sich, „das die VKS ihre Bedeutung behält und ausbaut sowie weiterhin einen Beitrag für die Infrastruktur leistet“. Das werde nicht einfacher, denn der Einzelhandel habe sehr mit der Konkurrenz des Main-Taunus-Zentrums zu kämpfen. Früher sei in Kelkheim noch alles zu bekommen gewesen, inzwischen leider nicht mehr. Der ehemalige Chef des Opel-Autohauses in Münster folgte bald auf die Pioniere, mit Unternehmen wie Schuh Klarmann, Elektro Born, Kelkheimer Reisebüro oder Optiker Ufer. Denn die in den 60er-Jahren schon gegründete Interessengemeinschaft Kelkheimer Einzelhändler (IKE) war mehr auf die Geschäfte ausgelegt. Als andere Gewerbetreibende einbezogen werden sollten, wurde es die VKS – mit Seidler als erstem Chef. Er erinnert sich an große Gewerbeausstellungen mit einem Auto als Hauptpreis. „Da war die Stadthalle voll.“ Oder an Straßenfeste und den Weihnachtsmarkt. Die VKE bezahlte damals auch die Weihnachtsbeleuchtung. Michael Trawitzki und Bernd Geis führten einige Jahre die Geschicke, dann stand ein Team um Jutta Beifuß und Stephan Wolf vorne. Wolf wiederum fragte beim heutigen Chef Brestel an – und ist mit dieser Wahl sehr zufrieden. Der Verein entwickele sich ständig weiter. „Viel mehr können wir gar nicht leisten“, sagt Wolf, der Beisitzer im Vorstand ist. Sein Kollege Erik Sonnemann ist im Team sogar schon fast von Anfang an als Kassierer mit dabei.

Brestel ist mit der Entwicklung sehr zufrieden. „Uns geht’s richtig gut.“ Die Zahl der Mitglieder hat mit gut 170 fast den Höchststand wieder erreicht. Zuletzt verzeichnet die VKS stets zehn Prozent Zuwachs. Und doch hat Brestel zwei Wünsche: Mehr Engagement der einzelnen Mitglieder, „weil der Vorstand es nicht mehr allein packen kann“. Und die gute Zusammenarbeit mit der Stadt ausbauen. Hier bringt Brestel in seiner Rede einen Seitenhieb: Die Mitgliederzahl sei bald auf dem höchsten Stand. Bei einem früheren Zuschuss der Kommune von 16 000 Mark „weiß ich das nicht“. Er würde sich freuen, wenn die Stadt beim Stadtmarkt über die 3000 Euro für Arbeiten des Bauhofs hinwegsehen könnte.

Bürgermeister Albrecht Kündiger lobt einen „dynamischen und zukunftsorientierten Verein“, der gerade in den vergangenen Jahren einige Erfolge vorzuweisen habe. Der Rathauschef nennt das Engagement für Glasfaserkabel im Gewerbegebiet Münster – das den Firmen nun schnelleres Internet bringen soll und der VKS neue Mitglieder gebracht hat. Kündiger und Brestel heben die Intervention des Gewerbevereins hervor, durch die eine Ansiedlung der Deutschlandzentrale der christlichen Hilfswerks Open Doors im Gewerbegebiet Münster verhindert werden konnte. Und bei der Neuen Stadtmitte habe die VKS gegen die Lösung eines überdachten Einkaufszentrums mobil gemacht, so Brestel. „Wir sind froh, dass die Stadtmitte so da steht wie sie da steht.“ Zufrieden ist er zudem mit der noch jungen Gutschein-Card. Hier sollen die Vereine auch mit eingebunden werden. Die größte Herausforderung indes hat die VKS noch nicht gelöst: den Bürgermeister zum Tanzen beim Herbstball von VKS und Tanz-Sport-Club zu bewegen. Kündiger: „Wenn Sie mich da mal hinbringen, haben Sie Beachtliches geschafft.“

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