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Patrick Seng, Thorsten Batke, Doris Borchmeyer, Astrid Hahn, Klaus-Peter Hahn und Nicolai Flick freuen sich über die Ehrungen (v.l.).

Malteser

Helfer ehren ihre treuen Seelen, die im Jahr zusammen Tausende Einsatzstunden leisten

Die Malteser setzen sich für das Wohl des Nächsten ein. Manche Helfer sind seit Jahrzehnten aktiv im Einsatz. Zeit, die wohlverdienten Helfer beim Neujahrsempfang in Kelkheim zu ehren, findet die Organisation um Kreisbeauftragte Ruth Mühlhaus.

„Weil Nähe zählt“ – das Motto der Malteser ist bei den Helfern im Gasthaus „Zum Goldenen Löwen“ Programm. Nach einem Gottesdienst in der Fischbacher Kirche, trafen sich die Helfer zum Neujahrsempfang im Lokal in Münster. Gemeinsam wollen sie ein ereignisreiches, aber nicht immer angenehmes Jahr, Revue passieren lassen. Kreisbeauftragte Ruth Mühlhaus erinnert sich an „spektakuläre, schockierende Einsätze auf dem Rettershof, den Altstadtbrand in Schwalbach oder das brennende Hochhaus in Hattersheim“, die Menschen in Not brachten. Unzählige Stunden verbringen die Helfer am Einsatzort, aber auch auf Schulungen miteinander. Die Hilfe aus Nächstenliebe, das Grund-Fundament des christlichen Glaubens, treibt die Malteser dabei an.

Eine Einsatzbereitschaft rund um die Uhr, mit Ausnahme des Urlaubs, haben alle Helfer im vergangenen Jahr im Katastrophenschutz geleistet. Eine nahezu unfassbare Zahl für Normalbürger. Die Hilfe ist völlig urteilsfrei. Herkunft, Religion oder Weltanschauung des Notleidenden sind Nebensache. Der christliche Weg der Nächstenhilfe ist im Lauf der Jahre zum Leitbild und Wegbegleiter geworden.

Beim Neujahrsempfang nahmen sich die Malteser um Kreisbeauftragte Ruth Mühlhaus Zeit, Engagierte zumindest symbolisch mit einer Auszeichnung zu ehren. „Sie alle haben große Verantwortung übernommen und sehr viel geleistet“, weiß Mühlhaus aus Erfahrung und nahm eine Reihe von Auszeichnungen vor.

Doris Borchmeyer-Lehmann ist über ihr Engagement in der DLRG (Deutsche Lebensrettungsgesellschaft) zu den Maltesern gekommen. „Die DLRG bietet keine Landrettung“, sagt sie. Durch eine Kooperation wurde sie bei den Maltesern tätig und ist in der Breitenausbildung sowie Betreuung des Schulsanitätsdiensts engagiert. „Sie hat an einer Königsteiner Schule den Malteser-Schulsanitätsdienst aufgebaut“, lobt die Kreisbeauftragte. Borchmeyer-Lehmann schätzt neben der konkreten Hilfe am Nächsten, das Miteinander unter den Helfern. „Unser Leitbild ,weil Nähe zählt‘ wird wirklich gelebt. Das kann man spüren“, sagt sie.

Astrid und Klaus-Peter Hahn erhielten wie Doris Borchmeyer-Lehmann den Souveränen Malteserritterorden in Gold für ihren aktiven Dienst. „Das alles hat Mitte der Achtziger angefangen“, erinnert sich Hahn. Über seine Tätigkeit bei der Feuerwehr sei er auf die Malteser aufmerksam geworden. Das Ehepaar ist besonders im Katastrophenschutz aktiv. Auch ihre drei Kinder sind Mitglied bei den Maltesern. Peter Hauptvogel ist ebenso im Katastrophenschutz tätig. Der silberne Ritterorden soll ihm symbolisch für die vielen Einsatzstunden danken.

Thorsten Batke, Nicolai Flick und Patrick Seng sind „durch die Feuerwehr zu den Maltesern gekommen“, so Batke. Die für den Einsatz bei der Wehr notwendigen Sanitätskurse haben sie hier gemacht und sind „dann einfach hineingewachsen“, ergänzt Flick. „Die Synergien helfen uns bei Einsätzen“, erklärt Seng. Sie freuen sich über die Auszeichnung mit dem Malteserritterordens in Bronze – ebenso wie Hilde Broecker vom Besuchs- und Begleitdienst. Friederike Christmann und Barbara Langhans sind 40 Jahre, Herbert Endlein und Hannelore Kuhn 50 Jahre aktiv.

Eine Jubiläumsmedaille für zehn Jahre aktiven Ausbildungsdienst erhielt Sabine Andreas. Neu dabei und im Amt mit offenen Armen empfangen wurden Sabrina Lauer als Ausbilderin und Thomas Sachs als Rettungssanitäter. Besonderen Dank sprach die Kreisbeauftragte auch Rüdiger Fischer (Küche Betreuungszug Katastrophenschutz) und Fahrzeugwart Manfred Kahler für ihren Einsatz aus. Dann sprach Ruth Mühlhaus in eigener Sache. Altersbedingt ist die frühere Leiterin des Gesundheitsamtes des Main-Taunus-Kreises nun im Ruhestand. „Damit bleibt mir jetzt mehr Zeit für die Malteser“, sagte sie.

von ESTHER FUCHS

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