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Der Münsterer Felix Ikenmeyer setzt zum Wurf an.

Freiluft-Handball-Turnier

Karacho-Cup auf Top-Niveau

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So gut wie in diesem Jahr war der Karacho-Beach-Cup, das Freiluft-Handball-Turnier der TSG Münster noch nie besetzt.

Weil die Veranstalter im neunten Jahr unter anderem ein elektronisches Scoring-System, Fangnetze hinter den Toren oder einen Livestream im Internet eingerichtet hatten, erreichte die Veranstaltung auf den Sandplätzen im Kelkheimer Schwimmbad die am höchsten dotierte Turnier-Kategorie der German-Beach-Open-Serie.

Bei den insgesamt sechs Turnieren dieser Serie können die Beach-Handballteams noch bis Ende Juli Punkte sammeln, um sich für die Deutsche Meisterschaft Ende August in Berlin zu qualifizieren. Außerdem hatten die Münsteraner gleich sieben, internationale IHF-Schiedsrichter-Gespanne angeworben und so auch den Qualifikations-Status für die europäische Serie hochgeschraubt. „Nur deswegen kamen internationalen Top-Teams aus Dänemark, Spanien oder Holland“, erklärte Sebastian Jacobi.

Der Pressesprecher und Mit-Organisator des TSG-Turniers stellte klar, dass gerade bei den Herren das stärkste Teilnehmerfeld aller Zeiten an der Lorsbacher Straße am Start war. Sieger wurden die „Hei Beachhandball“-Mannschaft aus Dänemark, die ihre Gruppe A zwar „nur“ als Zweiter hinter den „Otternasen“ vom TSV Bartenbach abgeschlossen hatten, dann aber in den Finalduellen erst die „12 Monkeys“ aus Köln düpierten (33:22), sich im Viertelfinale gegen den Deutschen-Beachhandball-Rekordmeister, „BC Sanddevils“ durchsetzte (43:32), die Vorschlussrunde gegen die Spanier vom „CBMP Ciudad de Malaga“ gewannen (38:32), um schließlich das Endspiel gegen die Shotgunners Beach aus dem unterfränkischen Sulzbach/Leidersbach deutlich für sich zu entscheiden (41:24). „Das war schon ein verdienter Turniersieg“, meinte Jacobi. Schließlich stellte kein geringeres Team als die U18-Nationalmannschaft – exklusive zwei, drei Leistungsträger – den Finalteilnehmer „Shotgunners“. Münsters Sprecher attestierte neben den Dänen und dem Nationalmannschaftsnachwuchs auch der Mannschaft vom amtierenden, deutschen Beachhandball-Meister, SG Schurwald und dem jungen Team aus Ismaning ein gutes Turnier. Letztere sorgten im Viertelfinale auch für das Aus der gastgebenden Mannschaft. Nachdem die Münsteraner Ex-Oberliga-Truppe mit dem Namen „BHC Beach&Da Gang“ in Gruppe A „nur“ Dritter hinter den Otternasen und dem späteren Turniersieger geworden war, präsentierten sie sich im Achtelfinale gegen die „Beachmopeten“ aus Oberursel verbessert und zogen durch ein 44:33 ins Viertelfinale ein.

Dort wartete mit dem „THC EhDrin! Ismaning“ der Sieger aus Gruppe D. „Weil viele von unseren Spielern mit bei der Orga geholfen hatten, konnten wir nicht im Vollbesitz unserer Kräfte sein“, erklärte Sebastian Jacobi, der trotz Schlafentzug auch selbst aktiv mit ins Geschehen eingriff. Die 32:38-Niederlage der Münsteraner resultierte aus zu schlampigen Tor-Abschlüssen. „Wir haben einfach zu viel verballert“, stellte Jacobi klar. Am Ende verabschiedeten sich die TSG-Handballer mit einem Sieg gegen Schurwald (37:28) und der Niederlage gegen die „Sanddevils“ (32:41) als Sechster aus dem eigenen Turnier.

Nicht nur mit dem Wetter, dem Zuschauer-Zuspruch, der Organisation und dem hochklassigen Beach-Handballsport konnten die Ausrichter trotzdem zufrieden sein. „Auch das Damen-Feld war in der Spitze sehr gut“, lobte Jacobi die weibliche Konkurrenz. Obwohl die „CAIPIranhas“ als Top-Team aus Erlangen wegen der Teilnahme am europäischen Finale fehlten, verliehen vor allem die europäischen Gäste aus den Niederlanden und auch Polen dem Karacho-Cup Glanz. Trotzdem siegte mit „Die Brüder“ aus Ismaning ein deutsches Team. Im Finale gab es einen 35:29-Erfolg gegen die weibliche U 18-Auswahl des DHB und zuvor klare Siege im Halbfinale gegen die niederländischen Kontrahenten von „LIT malserz aln“ (46:26) und in der Runde der besten Acht gegen den OHC 01 (45:41).

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