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Das Team des "Ladies Circle Taunus" mit der Kelkheimerin Anne-Kathrin Kunz (3. v. l.), als solche Treffen noch erlaubt waren.

Ehrenamt:

Kelkheim: Die Damen vom neuen "Ladies Circle Taunus" wollen hier Gutes tun

  • Frank Weiner
    vonFrank Weiner
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Sozial engagierte Gruppe in Gründung sucht Mitstreiter und ein lokales Projekt

Kelkheim. Noch sind sie der "Ladies Circle 111 Taunus in Gründung". Ein Jahr lang müssen Anne-Kathrin Kunz aus Münster, Gudrun Krüger aus Eppstein und ihre vier Mitstreiterinnen nun aktiv sein und Werbung für ihre Leidenschaft machen, um "gechartert" und eine der festen rund 100 "Ladies-Circle"-Gruppen in Deutschland zu werden. Der erste Schritt ist in jedem Fall gemacht. Sogar die Distriktspräsidentin Lamiaa Bahnassawy aus Heidelberg kam vor einigen Wochen, um den Club in Ruppertshain zu gründen. Zudem Vertreterinnen aus den Gruppen in Frankfurt, wo Kunz bisher mitgemacht hatte, und Wiesbaden-Mainz, die "Heimat" von Krüger. Und die "Patentanten" des Neulings, wie Kunz sagt.

Heute Abend virtuelles Treffen

Die beiden Damen aus dem Main-Taunus-Kreis sind die treibenden Kräfte für eine Initiative, die vor allem Gutes tun will. Es gibt Aktionen, mit denen sie Spenden sammeln, und Service-Projekte, die sie damit unterstützen. Aktuell hilft die neue Gruppe aus dem Taunus den "Clown-Doktoren". Es seien aber weitere Projekte denkbar, sagt Kunz. Zum Beispiel haben sie die "Bananenflanken-Liga" im Blick, eine Fußballrunde für geistig beeinträchtigte Kinder. "Und etwas Lokales wäre schön", hofft die zweifache Mutter aus Münster, in der Region etwas bewegen zu können. Eine Spendenaktion gab es schon - beim Outdoor-Yoga in Kriftel kamen knapp 200 Euro zusammen. Geplant ist, einen Deutschland-Kapuzen-Pulli für den "Ladies Circle" herauszubringen.

"Wir sind offen für neue Ideen", sagt Kunz. Und offen für neue Mitstreiter. Sechs Damen waren für die Gründung notwendig. Hier sind neben Präsidentin Krüger und Vizepräsidentin Kunz noch Caro Gartmann (Schatzmeisterin), Bettina Börgel (Schriftführerin), Melanie Nöhles und Bianca Wachten mit im Boot. Ein vollwertiger "Ladies Circle" braucht mindestens 10 Damen, sollte aber auch nicht größer als 25 Personen sein, berichtet Kunz. Mitmachen können motivierte, engagierte Frauen im Alter zwischen 18 und 40 Jahren. Am 18. November soll es online ein Interessentinnen-Treffen geben, Anmeldungen sind möglich unter lc111@ladiescircle.de oder auf der Facebook-Seite des Clubs.

Anne-Kathrin Kunz hat sich zunächst im "Ladies Circle" Frankfurt engagiert. Dort ist sie auch auf die Aktion des "Weihnachtspäckchenkonvois" gestoßen, den die Gruppe unterstützt. So hat sie in den vergangenen Jahren jeweils zig Pakete im Familien- und Freundeskreis, in Kitas und Schule gesammelt. Auch war geplant, dass die aktive Frau aus Münster einmal den Konvoi nach Bulgarien, Moldawien, Rumänien und in die Ukraine mitfährt. In diesem Jahr wird das nichts. Der Konvoi soll trotz Corona zwar starten. Allerdings ohne Begleitungen. Kunz überlegt auch, ob und wie sie die Sammlung stemmen kann. Zu Hause wolle sie die Pakete nicht mehr sammeln, ein externer Raum wäre da hilfreich.

Gut 1200 Frauen in Deutschland engagiert

Kunz, Krüger und Co. stecken ihr Engagement nun aber in den LC 111 Taunus. Im "Ladies Circle" Deutschland gibt es derzeit genau 97 einzelne Gruppen, in denen sich rund 1200 Frauen engagieren. Er ist in 10 Districte unterteilt. Der zuständige Bereich der Taunus-Damen reicht von Nordhessen bis ins Saarland und umfasst derzeit 13 Circles. Offiziell heißt es von der Organisation: ",Ladies Circle' bietet jungen, interessierten Frauen verschiedener Berufe, Nationalitäten und Konfessionen eine einzigartige Plattform, nationale und internationale Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen, Meinungen und Gedanken auszutauschen und sich aktiv für soziale Projekte zu engagieren."

Genau das wollen die aktiven Damen aus der Region nun vorleben. "Mehr Frauenpower generieren", das hat sich Kunz vorgenommen. Und sie streckt ihre Fühler rund um Kelkheim aus, um ein besonderes Projekt zu finden, das diese motivierten Damen unterstützen können. Männer sind übrigens als Pendant auch engagiert - ihre Initiative nennt sich "Round Table".

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