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Die Kräfte auf den vorderen Listenplätzen: Sie wollen für die FDP ins Parlament einziehen.

Kommunalwahl:

Kelkheim: FDP wirbt für Koalition mit CDU

  • Frank Weiner
    vonFrank Weiner
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Amtierende Parlamentarier wieder auf der Liste.

Kelkheim. Ein Blick auf die ersten sieben Plätze der FDP-Liste zur Kommunalwahl 2021 verrät: Bei den Liberalen ist Kontinuität angesagt. Sämtliche Namen vorne finden sich aktuell auch in der Stadtverordnetenversammlung und auf dem einen Sitz im Magistrat wieder. "Sie wollen alle weiter machen, weil sie Spaß daran haben", freut sich Parteichef, Bürgermeister- und Listen-Spitzenkandidat Patrick Falk über die Treue seines Septetts. Und er fügt als Spitze im Wahlkampf an: "Sie möchten für Kelkheim mehr bewegen, als es unter Bürgermeister Kündiger der Fall war."

Spitzenmann Falk setzt auf festes Bündnis

Für Falk und Co. ist das Ziel nach dem 14. März daher ganz klar: "Wir wollen Regierungsverantwortung übernehmen." Und das am liebsten gemeinsam mit der CDU, mit der die Liberalen schon seit vielen Monaten gute Gespräche in diese Richtung führen. Dass Falk nun als Bürgermeisterkandidat antritt, hat das Verhältnis zur Union und deren Bewerber Dirk Hofmann offensichtlich nicht getrübt. Der FDP-Mann wünscht sich, dass die Wahlergebnisse so sind, dass es zur Koalition mit der CDU reicht. "Damit würde es Kelkheim besser gehen, als jetzt mit diesen komischen Mehrheitsverhältnissen", ist der Eppenhainer überzeugt.

Froh ist er aus zwei Gründen, dass die AfD in der Möbelstadt nicht antritt: Einmal natürlich wegen deren politischer Richtung. Zum anderen könnte es dadurch leichter werden, das geplante Zweierbündnis zu erreichen. Kein Problem hätte Falk, sich mit der SPD oder den Freien Wählern als Drittem im Boot zusammenzutun. Nur eine Zusammenarbeit mit der UKW als derzeit stärkster Fraktion kann er sich so gar nicht vorstellen. Das spiegelt sich schon bei einigen Themen wider: Natürlich nennt Falk Punkte, die vielen wichtig sind - wie eine gute Kinderbetreuung mit Förderung der Kleinen und Entlastung der Eltern, oder eine stärkere Unterstützung der Vereine, damit diese sich noch mehr um Nachwuchsarbeit kümmern könnten. Klar von der UKW weicht Falk aber ab, wenn er das Baugebiet "Vor dem Schlämmer" komplett ohne Sozialwohnungen fordert. Auch eine Bebauung des "Wäldchens" ist für ihn denkbar, aber ebenso ohne Mehrfamilienhäuser. Bezahlbaren Wohnraum können er und die FDP sich hingegen auf dem Grundstück Paul-Ehrlich-Straße/L 3016 vorstellen, wo es ja auch schon Prüfungen dazu gab. Um hier eine Kollision mit dem Müllentsorger Kilb zu vermeiden, möchte er langfristig die Verlagerung des Betriebs runter an der B 5129 im Auge behalten. Unterhalb des Tierheims kann sich die FDP laut Falk eine Erweiterung des Gewerbegebiets Münster gut vorstellen. Wichtig sei aber, die Frischluftschneise zu bewahren.

Lösung finden für "Zankapfel Möller"

Insgesamt würde der Chef der Liberalen die Bauaktivitäten so stark nicht mehr forcieren und zum Beispiel "Hornau-West" als Gebiet "nicht vollends entwickeln". Für wichtig hält er es hier aber, der Richter-Schule jenseits der Bahn baureife Flächen zu schaffen, um dort die Erweiterung des Gymnasiums zu ermöglichen und "den Zankapfel Möller aus dem Weg zu räumen". Damit spielt er auf den juristischen Streit mit den Privatleuten in der direkten Schulnachbarschaft an. Ein großes Baugebiet sehe er in "Hornau-West" nicht, und "schon gar nicht zehn bis 15 Mehrfamilienhäuser", macht er für die Liberalen deutlich. "Das können wir verkehrstechnisch nicht verkraften." Schon eher kann er sich vorstellen, zwischen der Königsteiner Straße und der B 519 auf Hornauer Höhe einige Einfamilienhäuser zu schaffen.

Personell sieht Falk die FDP für diese Vorhaben gut aufgestellt. Positiv sähe er es, wenn Michael Trawitzki Fraktionschef und Heinz Kunz Stadtrat bleiben. An den Positionen acht bis zehn haben die Freidemokraten jüngere Kräfte, die gerne nachrücken würden. Vor allem seien es auch "verlässliche Leute", freut er sich über 20 Namen auf dem Papier, das von den ehemaligen Aktivposten Herbert Siedler und Dieter Bormann symbolisch abgerundet wird.

Die FDP-Liste

Patrick Falk, Michael Trawitzki, Birgit Gröger, Heinz Kunz, Thorsten Sonnentag, Frank Gröger, Birgit Uhle, Ralf Anacker, Robert Hope, Franziska Glaser, Ralf Götz, Michaela Kriegelstein, Björn Peters, William Mc Creight, Thomas Sachs, Lutz Groot Bramel, Ramin Peymani, Daniela Müller, Herbert Seidler, Dieter Bormann

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