Die Halli-Galli-Geschäftsführer Oliver und Thomas Zimmer vor etwa einem Jahr auf der damals ganz neuen Reifenrutsche.
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Die Halli-Galli-Geschäftsführer Oliver und Thomas Zimmer vor etwa einem Jahr auf der damals ganz neuen Reifenrutsche.

Hallen-Spielpark

Kelkheim-Münster: Rückendeckung von der Stadt für "Halli-Galli"

  • Frank Weiner
    VonFrank Weiner
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Der Betreiber möchte das Unternehmen an seine Söhne weitergeben. Außerdem sind Renovierungen und Umbauten geplant.

Münster -Als diese Zeitung Hans Zimmer vor wenigen Wochen am Telefon erreichte, war die Stimmung noch etwas ungewiss. Denn es stand ein richtungweisendes Gespräch der Betreiber des Hallen-Spielparks "Halli-Galli" mit der Stadt als Eigentümerin der Immobilie an der Lorsbacher Straße bevor. Zimmer warf davor sogar im Ansatz die Zukunftsfrage auf, denn der Senior-Chef will das Unternehmen endgültig an seine Söhne Oliver und Thomas übergeben - aber nur dann, wenn die Perspektiven in der Möbelstadt stimmen.

Erweiterung angedacht

Nach dem Treffen mit Bürgermeister Albrecht Kündiger und weiteren Vertretern aus dem Rathaus kann Zimmer zufrieden sagen: "So wie es aussieht, geht es weiter mit meinen Söhnen als Nachfolger." Die Rückendeckung der Stadt sei da. Es seien Renovierungsarbeiten und Umbauten, wie zum Beispiel an der Decke des ehemaligen Hallenbades, besprochen worden. Zimmer kann sich mit seinen Söhnen auch eine Erweiterung des Spielparks am Standort vorstellen, möchte dazu aber noch keine Details verraten.

Im "Halli-Galli" gilt aktuell die 3G-Regelung - was wegen der vielen Kinder auch gar nicht anders möglich wäre. Seit März 2020 hatte das Unternehmen einige schwierige Monate zu überstehen, zum Teil war komplett geschlossen. Gut, dass es auch die Gastronomie "Waldgadde" gibt, durch die Umsatzverluste etwas abgefedert werden konnten. Dort steht bis Ende November vieles noch im Zeichen des Kürbisses.

Pachtvertrag wird wohl verlängert

Zwar hat die Stadt eine Stundung der Pacht beschlossen, doch "in geöffneten Monaten haben wird trotzdem bezahlt", betont Zimmer, der mit Blick auf das Gespräch mit dem Bürgermeister schon erleichtert klingt: "Die Stadt will, dass wir weiterhin aktiv sind. Es gibt ja auch Leerstände genug."

So ähnlich klingt das bei Rathauschef Kündiger. Es sei ein "sehr konstruktives Gespräch" mit den Zimmers von "Halli-Galli" gewesen, berichtet er. "Wir haben deutlich gemacht, dass wir ein großes Interesse daran haben, dass dieser Betrieb in Kelkheim bleibt." Die Kommune werde sich im möglichen Rahmen einsetzen für die Unternehmer und die Immobilie "in bewährter Weise" renovieren lassen. "Halli-Galli" - das sei ein "Erfolgsmodell" und "in der Region bekannt", möchte der Bürgermeister dieses Alleinstellungsmerkmal in Kelkheim auch halten. Es sei letztlich das Ziel, mit allen Betreibern in den kommunalen Gebäuden weiter zu machen. Für die Regelung der Pacht müssten jeweils individuelle Lösungen gefunden werden, betont Kündiger. In Sachen "Halli-Galli", wo der Pachtvertrag bis Ende September 2022 läuft, stehen die Zeichen ganz klar auf fünf weiteren Jahren Verlängerung. Hans Zimmer wird die nächste Phase dann aber wohl in beratender Funktion im Hintergrund erleben. wein

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