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Kelkheim: Rätselraten um Zukunft des Glasfaser-Ausbaus

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Von: Frank Weiner

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Die Verantwortlichen Anfang Juni nach der Fristverlängerung.
Die Verantwortlichen Anfang Juni nach der Fristverlängerung. © wein

Zweite Frist abgelaufen, aber noch keine Informationen - Stadt vorsichtig optimistisch.

Kelkheim. Bis zum Montag hatten die Bürger Zeit, sich für einen Glasfaser-Vertrag des Unternehmens Deutsche Giganetz mit kostenlosem Hausanschluss zu entscheiden. Diese Verträge flossen in die Frist mit ein, die der Betrieb in einer Verlängerungs-Phase gesetzt hatte. Ziel war es, die notwendige Quote an Vertragsabschlüssen von 40 Prozent der Haushalte noch zu erreichen. Bei der ersten Frist Ende Mai waren es nur 21 Prozent, daher das "Nachsitzen". Nun gab das Unternehmen zumindest bis gestern Abend auf seiner Internetseite allerdings auch nur eine Quote von 23 Prozent zum 21. Juli bekannt.

Was bedeutet das für den Glasfaser-Ausbau in der Stadt? Ist das Projekt gescheitert? Gibt es noch eine dritte Chance? Darüber herrschte bis gestern noch Rätselraten. Bürgermeister Albrecht Kündiger hatte kurz vor seinem Urlaub Ende vergangener Woche noch ein Gespräch mit Vertretern der Deutschen Giganetz und sich danach gegenüber dieser Zeitung zumindest vorsichtig optimistisch geäußert, dass es mit dem Ausbau noch funktionieren kann. Möglicherweise könnte ja in Stadtteilen mit einer deutlich höheren Quote von über 30 Prozent wie in Eppenhain oder Fischbach begonnen werden. Der Rathauschef kündigte außerdem bereits eine entsprechende Information von Kommune und Unternehmen für den Tag des Fristablaufs an.

Die Giganetz teilte am Montag hingegen nur kurz mit: "Auch bei dieser verlängerten Nachfragebündelung benötigen wir nach Ablauf der Frist zunächst Zeit, um das weitere Vorgehen zu prüfen. Wir bitten deswegen um etwas Geduld." Und Erstem Stadtrat Dirk Hofmann, der Kündiger vertritt, lagen gestern Mittag noch keine neuen Informationen vor.

So bleibt auch für die Kelkheimer Bürger vorerst Rätselraten und Spekulieren, was sie in den Sozialen Netzwerken auch schon fleißig getan haben. Ein Nutzer schreibt: "Wenn ich Deutsche Giganetz wäre, würde ich große zusammenhängende Bereiche ausbauen. Wenn das gut funktioniert, kommt der Rest dann von alleine." Ein anderer ist hingegen skeptisch: "Unsere Stadt hält sich bedeckt wie in der ganzen Kampagne. Und jetzt müssen wir wieder warten, bis der Nächste kommt."

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