1. Startseite
  2. Region
  3. Main-Taunus
  4. Kelkheim

Kelkheim: Stadt sucht nun Vollzeit-Chef für Baugesellschaft

Erstellt:

Von: Frank Weiner

Kommentare

Erhard Kaufhold hört als Chef der StEG auf.
Erhard Kaufhold hört als Chef der StEG auf. © Hans Nietner

Lob für Geschäftsführer Erhard Kaufhold, aber Job soll ausgebaut werden.

Kelkheim. Am 3. Oktober wird Erhard Kaufhold 70. Zudem freut er sich bald auf das nächste Enkelkind. Zeit also, um wieder ein Stück kürzer zu treten. Denn der Pensionär ist seit gut fünf Jahren im "Unruhestand", hat als Geschäftsführer der Städtebaulichen Entwicklungs- und Verwaltungsgesellschaft (StEG), einer hundertprozentigen Tochter der Kommune, mindestens einen Halbtagsjob. Den er Ende September dann aufgibt. Eigentlich sollte schon Ende März Schluss sein, doch Kaufhold hat auf Nachfrage die wichtige Gesellschaft mit drei weiteren Mitarbeitern im Teilzeitbereich gerne länger geführt.

"Es macht nach wie vor Spaß", sagt er. "Die StEG ist mir wirklich ans Herz gewachsen." Aktuell freut er sich über ihren neuen Internetauftritt. Und über seine Bilanz in den dann fünfeinhalb Jahren. Zwei Häuser für bezahlbaren Wohnraum hat die Stadt-Tochter von der Kelkheimer Projektgesellschaft Horn übernommen und seitdem verwaltet. Die Reihenhäuser am Carl-Orff-Weg wurden verkauft, Flüchtlingsunterkünfte in Ruppertshain und Münster wiederum gekauft. Hinzu kommt die Verwaltung wichtiger Immobilien wie das Vereinshaus Hornau, die Vitos-Tagesklinik für Kinder an der Frankfurter Straße und einige Mehrfamilienhäuser. Ein Haus für leistbaren Wohnraum soll auch in der ehemaligen Flüchtlingsunterkunft Münster entstehen - doch hier stockt das Vorhaben etwas. Kaufhold möchte vor der nächsten Aufsichtsratssitzung dazu nicht mehr sagen.

Gut hingegen findet er, dass die Politik die StEG stärker aufstellen will. Denn sein Nachfolger als Geschäftsführer soll das als Vollzeit-Job machen. Die Stadtverordneten hatten ja schon vorgegeben, die Firma solle sich in Richtung Baugesellschaft entwickeln. Mit Blick auf größere kommunale Projekte wie in den geplanten Baugebieten "Vor dem Schlämmer" und "Hornau-West" sei das nur mit einem hauptamtlichen Geschäftsführer leistbar, sind sich Kaufhold und Bürgermeister Albrecht Kündiger einig.

Die Ausschreibung für diese wichtige Aufgabe ist gelaufen, nun werden die Bewerbungen gesichtet und die Gespräche bald beginnen. Auch Kaufhold soll noch mit dabei sein. Gesucht werde "ein Baufachmann mit Affinität zur Immobilienwirtschaft", umreißt Kündiger das Profil. Die StEG sei zwar im Vergleich zu anderen Gesellschaften im Kreis "noch kein großer Player", soll sich aber laut Bürgermeister dorthin entwickeln. Derzeit laufe aber eine Art "Findungsphase". Ein Sonderlob gibt's für Kaufhold, der die StEG auf wirtschaftlich und organisatorisch "gesunde Füße" gestellt habe. Letztlich setzt der Rathauschef stets darauf, dass alles politisch gedeckt sei. wein

Auch interessant

Kommentare