"Federjagd" - ein Spiel von 8 bis 88: Gerd Schulz, Marion Sauer, Markus Göllner (v. r.) in Aktion.
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"Federjagd" - ein Spiel von 8 bis 88: Gerd Schulz, Marion Sauer, Markus Göllner (v. r.) in Aktion.

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Kelkheim: Wenn die "Winnetina" den "Grünen Pfeil" jagt

  • Frank Weiner
    vonFrank Weiner
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UKW-Trio hat Familien-Spiel nach Robert Stögbauers Buchvorlage gestaltet.

Kelkheim. Vor sechs Jahren hatte Robert Stögbauer im Bürgermeisterwahlkampf eine "treffende" Idee: Er schuf die Geschichte um den "Grünen Pfeil" alias Kandidat Albrecht Kündiger (UKW). Auch der scheidende Bürgermeister Thomas Horn ("Altes Horn") und die anderen Bewerber Sabine Bergold ("Goldener Bär") und Patrick Falk ("Mächtiger Falke") wurden in die Geschichte um die Suche nach einem neuen Stammesoberhaupt integriert. Danach ist ein Buch daraus entstanden.

Inzwischen ist wieder Bürgermeisterwahlkampf - und Stögbauers Idee lebt weiter. Zwar nicht in einer Geschichte, dafür aber in einem Gesellschaftsspiel, das in Corona-Zeiten in vielen Haushalten willkommen sein dürfte. Ideengeber sind die UKW-Neulinge Gerd Schulz und Marion Sauer, die wiederum Unterstützung von Markus Göllner bekamen. Sie hätten erst an ein Poster zum "Grünen Pfeil" gedacht, erzählt Schulz. Vielleicht mit Klebebildern der fünf Kandidaten zum Sammeln. Doch so etwas in der Pandemie anzubieten, wäre schwierig gewesen. Da kam laut Schulz die Idee: "Lass uns ein Brettspiel machen." Bei einem geselligen Abend mit UKW-Kollege Göllner wurden viele Details geboren - herausgekommen ist das Spiel ""Yippiajeh Federjagd - oder auf der Suche nach des Häuptlings Federschmuck".

Auf einer Reise durch die sechs Stadtteile und Plätze wie das "Fort Retters" wird der nächste "Ober-Häuptling" ermittelt. Ins Rennen gehen neben Kündiger als "Grüner Pfeil" und FDP-Mann Falk wieder als "Mächtiger Falke" diesmal "Schwarzes Ohr" (Dirk Hofmann, CDU), "Heller Rotfuchs" (Michael Hellenschmidt, SPD) und "Winnetina" (Tina Bender, Freie Wähler). Ziel ist es, beim Würfeln mit der Figur möglichst viele Federn für den eigenen Kopfschmuck zu sammeln. Doch Obacht: Man kann auch rausgeworfen werden. Dabei sind Glück und strategisches Geschick gefragt, um auf Ereignisfeldern die Federn zu ergattern.

Die Kandidaten müssen dafür in den Stadtteilen, die zum Beispiel "Aue des Horns" oder "Dorf der Schnaken" heißen, auf "Wahlkampf" gehen und sich dort blicken lassen. Wer jedoch nur schnell vom Start ins Ziel rausche, könne bei den Wählern nicht punkten, so Schulz, der Details wie die Holz-Tipis der Spieler im Keller gebastelt hat.

"Natürlich sind auf augenzwinkernde Weise auch einige aktuelle politische Themen in den Ereignisfeldern im Spiel versteckt, gleichzeitig sorgen aktive Spielmomente, wie ,Du tanzt für 20 Sekunden Deinen eigenen Regentanz', sicherlich für viel Vergnügen in der Spielrunde", erklärt der Fischbacher. Göllner betont, das Spiel könne durchaus zur politischen Bildung beitragen und hoffentlich dazu motivieren, bei der Wahl am 14. März seine Stimme abzugeben.

UKW-Mitglieder wurden vorab zu Test-Spielern und haben Ergänzungen geliefert. Es gibt Möglichkeiten, sich neue Regeln und Karten einfallen zu lassen. Dann ist eine Erweiterung der Spiels möglich. Die Illustrationen wurden wie beim Buch von Thorsten Kettermann beigesteuert. Das Spiel gibt es kostenlos, kann über www.gerade-jetzt-ukw.de unter "Mitmachstadt" oder per Mail an info@ukw-kelkheim.de bestellt werden.

Die Protagonisten des Spiels (von links): "Schwarzes Ohr", "Heller Rotfuchs", "Mächtiger Falke", "Grüner Pfeil" und "Winnetina".

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