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Im Keller wurde Cannabis angebaut

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Von: Mathias Geiss

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Eine illegale Hanf-Plantage.
Eine illegale Hanf-Plantage. © Patrick Pleul/Archiv

In einer Kelkheimer Gewerbehalle haben Drogenhändler Marihuana-Pflanzen angebaut. Das Landeskriminalamt (LKA) bekam einen Tipp von der serbischen Polizei.

Fünf Personen einer serbischen Tätergruppierung festgenommen und große Mengen Marihuana sichergestellt: Das ist die Bilanz eines Einsatzes von Beamten der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER). Der Tipp kam von der serbischen Polizei, wonach ein 30-Jähriger im Verdacht steht, Marihuana illegal anzubauen und auch damit „in nicht geringen Mengen“ zu handeln, wie das LKA gestern mitteilte. Weiterhin ergaben die Ermittlungen, dass der Beschuldigte mit vier weiteren Serben, im Alter zwischen 47 und 31 zusammenarbeitete.

In der Nähe der Unterkunft des 30-Jährigen in der Kelkheimer Stadtmitte entdeckten die Fahnder zwei Gewerbehallen, aus denen ein deutlicher Marihuanageruch strömte. Bei einer Untersuchung wurden alle fünf Beschuldigten angetroffen und festgenommen.

Während das Erdgeschoss der Gewerbehallen den Beschuldigten offensichtlich als Aufenthaltsraum diente, war die gesamte Kelleretage für die professionelle Marihuana-Zucht ausgebaut. Mittels neu eingezogener Holzwände war der Keller für Pflanzen in unterschiedlichen Wachstumsstadien aufgeteilt worden. Ventilatoren sorgten für den notwendigen Luftzug, um den Pflanzen im Wachstum Stabilität zu verleihen. Komplettiert wurde das professionelle Bild durch eine aufwendige Licht- und Belüftungsanlage. Insgesamt befanden sich etwa 1500 Cannabispflanzen auf der rund 300 Quadratmeter großen Indoorplantage. Zudem fanden die Ermittler sieben Kilo verkaufsfertiges Marihuana und 1700 Euro. Die Männer wurden gestern dem Haftrichter vorgeführt.

(mg)

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