Messe

Motorradträume für jeden Geschmack in der Stadthalle

Der „Motorbikeday“ feierte fünfjähriges Bestehen. Aus einer fixen Idee wurde dank der Unterstützung zahlreicher Aussteller die größte Motorradmesse im Rhein-Main-Gebiet.

Wenn gestandene Kerle in Lederjacken und mit Tattoos auf den Oberarmen vor der Stadthalle stehen, leuchtende Augen bekommen und ins Schwärmen geraten, dann kann das eigentlich nur eines bedeuten: Der „Motorbikeday“ hat Einzug gefunden.

Am Sonntag war es wieder einmal so weit und der ausrichtende Verein „Zweiradfreunde Main-Taunus“ durfte dabei sogar ein kleines Jubiläum feiern. Vor fünf Jahren trauten sich die Motorrad-Enthusiasten, ihre eigene Ausstellung aus der Taufe zu heben. „Die Idee war ursprünglich nur ein Versuch und erstand mehr oder weniger aus einer Bierlaune heraus“, beteuert Organisator Oliver Hopf, „doch gleich beim ersten Mal haben uns die Leute fast schon überrannt.“ Damals hatte man nur den Saal der Stadthalle gemietet, mittlerweile erstreckt sich der „Motorbikeday“ über das gesamte Haus.

Das leidenschaftliche Engagement der Zweiradfreunde macht aber nur eine Hälfte der Erfolgsgeschichte aus. Ohne die Zusage zahlreicher Aussteller wäre das Projekt zum Scheitern verurteilt gewesen. „Daher haben wir in diesem Jahr Pokale an die Aussteller der ersten Stunde vergeben“, erklärt Hopf. Dass die Händler damals bereit gewesen waren, sich an der Ausstellung zu beteiligen, obwohl der Veranstalter keinerlei Referenzen für ein derartiges Unterfangen hatte, rechnet Hopf ihnen hoch an. „Wir hatten zwar schon vorher Kontakt zu vielen“, führt er weiter aus, „aber es ist schon etwas anderes, ob du bei ihnen ein Motorrad bestellst, oder sie fragst, ob sie an einem Sonntag auf deiner Ausstellung arbeiten wollen.“

Die Firma Motorrad Senger aus Rüsselsheim gehört zu den nun geehrten „Gründer-Vätern“. Sorge, ob sich eine Beteiligung auch rentieren würde, sei nie aufgekommen, wie Heiko Senger versichert. „Es gibt andernorts ähnliche Veranstaltungen von Vereinen, daher hatten wir schon Erfahrung damit“, erklärt der Geschäftsführer.

Im Main-Taunus-Kreis gab es bis vor fünf Jahren kein vergleichbares Event und allein deshalb sei die Präsenz der Firma Senger – dem einzigen BMW-Vertragshändler im MTK – schon Pflicht. Auch am vergangenen Wochenende zogen die bayerischen Maschinen wieder zahlreiche Blicke auf sich. Drei Modelle, die unterschiedlicher nicht sein könnten, hatten es den Messebesuchern besonders angetan. Die „K 1600 B“ sorgte allein durch ihre Ausmaße für Staunen. Mit dem wuchtigen Chassis und einem Gesamtgewicht von knapp 330 Kilo gleicht das Bike einer Festung auf zwei Rädern. „Für die braucht man schon einiges an Erfahrung“, sagt Heiko Senger. Eher was für Einsteiger ist dagegen die „G 310 R“. Mit deutlich geringerem Gewicht und beherrschbaren 34 PS bietet sich das Modell geradezu als Erst-Motorrad an. Das Hauptargument liefert aber der Preis: schmale 4 950 Euro kostet die Maschine. „Einige Besucher wollten das zunächst gar nicht glauben und dachten, es sei ein Tippfehler“, schmunzelt Senger.

Das dritte Highlight ist ein sogenanntes „Custom-Bike“ – eine Spezialanfertigung mit besonderer Lackierung in perlweiß und mit blau-rotem Rennstreifen. Die Farbwahl ist eine Hommage an den VW-Käfer „Herbie“ aus dem gleichnamigen Disney-Film. Die Liebe zu charmanten Fahrzeugen geht auf dem „Motorbikeday“ also auch über zwei Räder hinaus.

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