Alexander Kolata
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CDU will "Gagernspange" prüfen

Neue Straße für die neue Wehr?

  • Frank Weiner
    VonFrank Weiner
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150 000 Euro möchte die Union für eine Machbarkeitsstudie in den Haushalt einstellen, um ein mögliches Gerätehaus von drei Stadtteilen verkehrstechnisch optimal anbinden zu können.

Wie steht die Politik zu den großen Plänen der Feuerwehr, ein gemeinsames Gerätehaus für die Brandschützer in Kelkheim-Mitte, Hornau und Fischbach zu bauen? Mit einer Antwort auf diese spannende Frage hat sich jetzt die CDU als erste Fraktion aus der Deckung getraut – und gleich noch einen draufgesetzt: Die Union begrüßt nicht nur die Idee der Brandschützer, drei Standorte zusammenzulegen, sie möchte auch den Bau einer kleinen Umgehung, der „Gagernspange“, in einem Aufwasch mit prüfen lassen.

„Aus Sicht der Feuerwehr ergäben sich aus einer Fusion einige Vorteile für die Zukunft“, sagt der Stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Alexander Kolata. Er ist zugleich Kelkheims Stadtbrandinspektor und hat den Plan der Zusammenlegung entscheidend mit angestoßen. „Neben einsatzstrategischer Bedeutung sprechen auch Kosteneffizienz, mehr Rechtssicher-heit sowie Motivationssteigerung durch moderne Infrastruktur für diesen Schritt“, weiß Kolata in seiner Doppelfunktion.

Die Kollegen aus den eigenen Reihen hat er davon überzeugen können. „Die CDU-Fraktion möchte den Feuerwehren schon in diesem Stadium deutliche Zustimmung signalisieren“, teilen die Christdemokraten mit. Um das Projekt auf den Weg zu bringen, wird die CDU im Rahmen der Haushaltsberatungen für 2017 den Antrag einbringen, 150 000 Euro in den Etat einzustellen. Mit diesem Geld soll eine Strategische Umweltprüfung etwa in Form einer Machbarkeitsstudie für den Bau einer sogenannten „Gagernspange“ finanziert werden. Kolata: „Da für die Feuerwehr ohnehin eine Verbindung nach Fischbach und Hornau geschaffen werden muss, drängt sich diese Prüfung geradezu auf.“ Zudem will die CDU noch die Bürger „angemessen“ beteiligen.

Laut Union und Feuerwehr kommt für das Großprojekt nur ein Standort zwischen den drei Stadtteilen in Frage – und der liegt im Grüngebiet zwischen Hühnerberg in Fischbach, Berliner Ring in Kelkheim und dem Gebiet „Hornau-West“ oberhalb des Gagernrings. Nur dort kann die gesetzliche Hilfsfrist von zehn Minuten eingehalten werden. Um das zu gewährleisten, müsste das neue gemeinsame Gerätehaus über neue Straßen angebunden werden – und hier kommt die „Gagernspange“ ins Spiel. Neu ist diese Verbindung nicht, schon im Generalverkehrsplan von 1967 taucht eine solche Achse auf.

Im Gespräch mit dem Kreisblatt hat Kolata als Feuerwehrchef deutlich gemacht, dass eine An- und Abfahrt über den Kelkheimer Bahnübergang nicht machbar wäre. Zudem kann er sich aus Fischbach eine Extra-Zufahrt nur für die Brandschützer vorstellen. Das Vorhaben könnte bis 2025 realisiert werden. Ein Anlass für die perspektivischen Überlegungen der Kelkheimer Wehr war der neue Bedarfs- und Entwicklungsplan, den die Politik vor wenigen Wochen ohne Diskussion verabschiedet hat.

(wein)

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