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Alois Stein (rechts) präsentiert die brandneue Suzuki Katana. Auf der Kelkheimer Messe ist eine der beiden Maschinen, die bisher in Deutschland ausgeliefert worden sind, zu sehen.

Motorradmesse

Seltene Weltneuheit ist ein Hingucker

Hier gibt es für jeden was zu entdecken: Von praktischem Zubehör über Reisen bis hin zu den Stars des Tages – etwa 50 Motorräder standen den Besuchern beim „Motorbikeday“ zum Bestaunen und Besteigen zur Verfügung. Einen besonderen Höhepunkt bot dabei das brandneue Katana-Modell von Suzuki.

Kelkheim - 150 PS, eine Maximalgeschwindigkeit von 250 Kilometern pro Stunde, ausgestattet mit der neusten LED-Technik: Die neu aufgelegte Katana, angelehnt an die Modellreihe aus den 80er Jahren, ist ein richtiger Hingucker. Obwohl noch nicht auf dem Markt – oder aber gerade deshalb –, zieht die Maschine viele Blicke auf sich. „Es ist eines der beiden einzigen Ausstellungsmodelle deutschlandweit“, erzählt Händler Alois Stein stolz. „Es ist eine Ehre, so ein Motorrad ausstellen zu dürfen.“ Rund 30 bis 40 Besucher hätten schon Interesse an der Maschine bekundet. „Die meisten, die sich so ein Motorrad zulegen, sind bereits früher schon eine Katana gefahren“, sagt Stein. Und wie viel kostet das Remake-Modell? Das sei bisweilen alles nur ein Gerücht, erst in zwei Wochen werde der Preis bekanntgegeben.

Einen Raum weiter oben im ersten Stock finden sich beim „Motorbikeday“ des Kelkheimer Vereins „Zweiradfreunde Main-Taunus“ weitere Markt-Neulinge: die vollelektronischen E-Bikes der Firma Zero. „Diese Motorräder sind wartungsfrei, relative leise und stoßen natürlich keine Abgase aus“, erklärt Martin Gleichmann von Gespa die Vorteile solcher Maschinen. „Das sind richtige Raketen“, fügt der Schriftführer des Vereins Zweiradfreunde Main-Taunus, Uwe Krebs, begeistert hinzu.

Anti-Beschlag-Creme

Und was braucht ein Motorradfahrer sonst noch so? Eine Antwort zu den vielen ausgestellten Accessoires findet sich zum Beispiel an einem drei Quadratmeter großen Stand auf der Bühne. Dort verkauft Brigitte Niemann eine Anti-Beschlag-Creme. Und die kleinen Dosen gehen „weg wie warme Semmeln“, strahlt die Freiburgerin. „Ich bin fast ausverkauft“. Solche Berichte erfreuen die Veranstalter. „Wir hatten von Anfang an das Gefühl, dass die Messe bei allen super ankommt“, berichten Jörg Getzin und Uwe Krebs vom Vereim „Zweiradfreunde Main-Taunus“.

Klinkenputzen lohnt sich

Seit der ersten Messe 2014 mit 2100 Besuchern ist die Veranstaltung auf 25 Aussteller, verteilt in der gesamten Stadthalle, und 2500 Besucher gewachsen. Die „Tingeltour“ durch das Rhein-Main-Gebiet, das persönliche Anklopfen und „Bittstellen“ der Verantwortlichen hat sich gelohnt. Mittlerweile kommen die Händler aus Hattersheim und Rüsselsheim, Nauheim, Offenbach und Rosbach, sogar aus Coburg.

Die Nachfrage sei so groß, dass der Club den Messe-Rahmen erweitern könnte. Doch das Team wolle das momentane Konzept beibehalten, so Krebs. Nicht zu klein, nicht zu groß. Gerade dies wissen die Kunden zu schätzen: „Wir kommen jedes Jahr her, uns gefällt es wirklich gut“, sagt das Liederbacher Ehepaar Matthias und Kirsten Schwarz. „Die Größe überzeugt einfach“, fügt Ute Salathé an.

Einer wacht über alles: Mitten im Foyer im Obergeschoss steht ein Bild des plötzlich verstorbenen Gründungsmitglieds und Vorsitzenden Oliver Hopf. „Oliver war unser Mann für alle städtischen Angelegenheiten“, sagt der Zweite Vorsitzende Jörg Getzin. Sich hier einen Überblick zu verschaffen, das sei schon eine gewaltige Aufgabe gewesen. Zum Glück habe der Club eine Routine entwickelt. Kurz gesagt: „Wir sind sehr zufrieden und wollen nächstes Jahr dort anknüpfen, wo wir jetzt aufhören“, kündigen Krebs und Getzin für den Verein schon mal an.

von LENA VAN DEN WYENBERGH

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