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Kinderbuchautorin Sabine Hahn zeigt der Klasse 3 c, wie mit ein paar Strichen ihre Charaktere Konturen gewinnen.

Die Klasse 3 c und die „Hockey-Kids“

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Die Autorin Sabine Hahn hat die Goldsteinschule besucht und ihr Kinderbuch „Die Hockey-Kids“ vorgestellt. Sowohl die Geschichte als auch Hahns Zeichentalent begeisterten die Grundschüler.

Lena, Lars und Max heißen die Hauptfiguren im Kinderbuch „Die Hockey-Kids“ von Autorin Sabine Hahn. Aufmerksam lauschen die Mädchen und Jungen der 3c der Goldsteinschule, als die Autorin ihnen in der Schulbibliothek die Geschichte vorliest. „Eine Autorenlesung ist für die Kinder immer etwas Besonderes“, weiß Klassenlehrerin Vera Sellnow. „Das ist schon etwas anderes, als wenn nur ich vorlese.“

Noch spannender ist es aber, wenn die Autorin nicht nur vorliest, sondern das Buch auch selbst illustriert hat. Sabine Hahn zeigt den Grundschülern, wie sie den Figuren der Geschichte eine Gestalt gibt. Hierfür nimmt sie einen schwarzen Stift in die Hand und zeichnet auf einem großen, weißen Bogen Papier die Gesichter ihrer drei Protagonisten. „So eine schöne Zeichnung habe ich noch nie gesehen“, ruft Haydar (9). „Und das geht so schnell!“

Die Hauptfiguren der Geschichte sind beste Freunde und gehen selbst noch auf die Grundschule. Die drei sind auf der Suche nach einer spannenden Arbeitsgemeinschaft, für die sie sich einschreiben können. Da wird Lena auf das Angebot „Feldhockey“ aufmerksam. Keiner der drei weiß eigentlich, was man beim Feldhockey so machen muss. Und obwohl Lars und Max den Sport eher für „Mädchenkram“ halten, kann Lena sie schließlich davon überzeugen, ebenfalls mitzumachen. Die erste Stunde verläuft ziemlich chaotisch, doch als Lena sieht, wie toll die Trainerin den Ball ins Tor schlägt, träumt das Mädchen davon, selbst einmal so gut zu spielen wie sie.

Wie die spannende Geschichte weitergeht, können die Kinder selbst nachlesen. Schließlich gibt es das Buch zwei Mal in der Schulbibliothek und steht den Mädchen und Jungen zur Ausleihe zur Verfügung. Geleitet wird die Schulbibliothek von Ute Hahn. Trotz der Gleichheit des Nachnamens ist sie nicht mit der Autorin verwandt. Vielmehr kennen sich die beiden Frauen über den Verein Eintracht Frankfurt. „Mein Sohn und ihre Kinder spielen dort Hockey“, sagt Sabine Hahn, die in Oberrad lebt.

Kein Wunder also, dass sie in ihrem mittlerweile fünften Buch das Thema Feldhockey aufgreift. Mit großer Beobachtungsgabe nimmt die Autorin ihre Umwelt wahr und versetzt sich in die Welt der Kinder hinein. Und das kommt gut bei den jungen Zuhörern an: Die Mädchen und Jungen der 3 c jedenfalls haben ganz viele Fragen. Sie wollen etwa wissen, wie Sabine Hahn auf die Ideen zu ihren Büchern kommt und ob ihr das Schreiben Spaß macht. Außerdem, warum sie so gut zeichnen kann?

Hahn erzählt ihnen, dass sie seit ihrer Kindheit zeichnet und ihr Talent einst auch für die Schülerzeitung eingebracht hat. „Wenn man so viel und so lange zeichnet, dann wird man darin immer besser.“ Sie hat ihre Leidenschaft für das Zeichnen stets weiter entwickelt und verfeinert. So hat sie nach einer Ausbildung zur Buchbinderin noch Kunstpädagogik mit dem Schwerpunkt Grafik studiert.

Für ihre Geschichten sammelt sie erst einmal ganz viele Ideen: „Ich habe immer ein kleines Notizheft dabei, in das ich aufschreibe, was mir auf- oder einfällt“, sagt Hahn. „Als Buchbinderin habe ich früher viele Bücher von anderen gebunden, wollte aber immer selbst ein Buch schreiben und illustrieren“, schildert sie weiter. Den Traum, Kinderbücher zu schreiben, hat sie sich seit ihrem Erstlingswerk „Mia und der dicke Elefant“ erfüllt. „Gut ein halbes Jahr Zeit hat es gedauert, mein Buch ,Hockey-Kids‘ fertigzustellen“, sagt Hahn. „Es ist als Buchreihe angelegt. Die ersten drei Kapitel des zweiten Bandes habe ich schon fertig“, verrät sie den Kindern. Und die haben sichtlich Spaß an der Unterhaltung mit der Autorin.

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