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Schwalbach kommt nicht zur Ruhe. Schon 2017 gab es Ärger am Fließband, weil Unruhestifter rund um den Marktplatz die Stadt terrorisierten und Passanten verunsicherten, die einkaufen oder spazieren gingen.

Schwalbach kommt nicht zur Ruhe. Schon 2017 gab es Ärger am Fließband, weil Unruhestifter rund um den Marktplatz die Stadt terrorisierten und Passanten verunsicherten, die einkaufen oder spazieren gingen. Die Krawallmacher wickelten Drogengeschäfte ab, pöbelten Fußgänger an und legten sich mit der Polizei an. Gemeinsam schafften es die Stadt und die Beamten, die Lage halbwegs zu befrieden, indem sie ihr auf Vorbeugung ausgerichtetes Sicherheitspaket anwendeten. So ist zum Beispiel der Polizeioberkommissar Christian Schneider oft in Schwalbach, um mit den Menschen zu reden, auch mit der Problemklientel. Doch mit der Ruhe ist es seit dem Frühsommer wieder vorbei. Irgendwer zündet dauernd Mülltonnen und Parkbänke an, einmal ein Auto. Ein Einzeltäter? Eine Gruppe? Jemand aus der Marktplatz-Klientel? Noch tappt die Polizei im Dunklen.

Bisher ist niemand durch die Folgen der 33 Brände verletzt worden oder gestorben. Doch wer immer nachts die Feuer legt: Er spielt leichtfertig mit Menschenleben. Ruckzuck kann ein Feuer auf ein Wohnhaus übergreifen und schlafende Personen gefährden. Bei vielen Schwalbachern paart sich daher ein mulmiges Gefühl mit Wut. Da unklar ist, gegen wen sich der Zorn richtet, macht sich Ohnmacht breit. Aber eines hilft – aufmerksam sein, der Polizei zuarbeiten, Hinweise liefern. Wer nachts beobachtet, dass jemand über den Zaun eines Mülltonnen-Abstellplatzes klettert, sollte sofort den Notruf 1 10 wählen. Es könnte einer der Straftäter sein. Meinen Hut ziehe ich vor der Freiwilligen Feuerwehr. Die unbezahlten Einsatzkräfte hüpfen nachts aus den Federn, um mutwillig gelegte Feuer zu löschen. Am Morgen gehen sie zur Arbeit. Respekt. Ich kann nur hoffen, dass die Polizei akkurat und wasserdicht ermittelt und die Kriminellen schnell erwischt. Mein Wunsch wäre: wegsperren!

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