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Windräder

Kommentar: Anstrengungen sind notwendig

  • VonManfred Becht
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Die Abwägung der Hofheimer Rathauskoalition aus CDU, SPD, FWG und FDP – der Nutzen von Windrädern auf dem Judenkopf rechtfertige die Eingriffe in Natur und Landschaft nicht – ist nicht zwingend, aber nachvollziehbar.

Die Abwägung der Hofheimer Rathauskoalition aus CDU, SPD, FWG und FDP – der Nutzen von Windrädern auf dem Judenkopf rechtfertige die Eingriffe in Natur und Landschaft nicht – ist nicht zwingend, aber nachvollziehbar. Dabei mag eine Rolle gespielt haben, dass manche im Viererbündnis von der ganzen Energiewende nichts halten, andere unter dem Eindruck der Bürgerproteste entschieden haben. Beides kann für die Abwägung eigentlich nicht alleine ausschlaggebend sein, aber Politik funktioniert nun mal so.

Fakt ist, dass es den Klimawandel gibt, auch wenn Präsidenten früher befreundeter Nationen anderes behaupten. Also müssen regenerative Energien ausgebaut werden, wenn es tatsächlich dem Klima nützt. Dass elektrischer Strom nicht ausreichend gespeichert werden kann, darf angesichts der Innovationskraft der Wirtschaft eigentlich nur ein Übergangsproblem sein. Selbstverständlich müssen auch Ballungsräume ihren Beitrag leisten. Es kann nicht sein, dass dort besonders viel Energie verbraucht wird, die Menschen in anderen Regionen aber die Belastung der Energieerzeugung alleine tragen.

Das heißt nicht unbedingt, dass auf die knappen Freiflächen auch noch riesige Windräder gebaut werden sollen. Aber das bedeutet, besondere Anstrengungen zu unternehmen – bei der Nutzung anderer regenerativer Energien, beim Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel, bei der Verringerung des Energieverbrauchs.

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