Der wiedergewählte Vorsitzende Alexander Feist (5. v.re.) mit seinem Team: (v.l.) Bodo Knopf, Daniel Fries, Moritz Koch, Sabine Kreische, Thomas Milkowitsch, Leonard Feist, Joachim Sittig, Birgit Müller, Frank Fichert und Marie Weydmann-Kühn. FOTO: CDU
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Der wiedergewählte Vorsitzende Alexander Feist (5. v.re.) mit seinem Team: (v.l.) Bodo Knopf, Daniel Fries, Moritz Koch, Sabine Kreische, Thomas Milkowitsch, Leonard Feist, Joachim Sittig, Birgit Müller, Frank Fichert und Marie Weydmann-Kühn.

Politik

Alexander Feist bleibt an der Spitze der Krifteler CDU

  • Ulrike Kleinekoenen
    VonUlrike Kleinekoenen
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Bei der Mitgliederversammlung gibt es personelle Veränderungen im Vorstand - Kritik am Bundestagswahlkampf

Kriftel -Die Krifteler Christdemokraten zählen weiterhin auf ihr erfahrenes Spitzenpersonal. Auf der Mitgliederversammlung wurde Freitagabend Alexander Feist als Vorsitzender des Gemeindeverbandes wiedergewählt. Der 53-Jährige Geschäftsführer einer IT-Firma, der bereits seit 18 Jahren die Union in der Obstbaugemeinde führt, wurde einstimmig von den Mitgliedern im Amt bestätigt. Bei der Besetzung der weiteren Vorstandsämter gab es einige Verschiebungen, doch behalten die bewährten Kräfte weiterhin wichtige Aufgaben in der Partei. Da Thomas Milkowitsch seit letztem Jahr die Kasse des CDU-Kreisverbandes führt, musste er diese Aufgabe im Gemeindeverband abgeben. Der 44 Jahre alte Jurist übernahm stattdessen einen der beiden Stellvertreter-Posten. Als zweiter Partei-Vize wurde der 41-jährige Arzt Dr. Daniel Fries gewählt. Dr. Frank Fichert und Erhard Koch hatten nicht mehr als Stellvertreter kandidiert.

Neue Schatzmeisterin ist die 50 Jahre alte Diplom-Kauffrau Sabine Kreische. Sie gab dafür ihr Amt als Schriftführerin ab. Zu ihrer Nachfolgerin wurde die Verwaltungswirtin Marie Weydmann-Kühn (41) gewählt. Beisitzer sind Erhard Koch, Fraktionschef Dr. Frank Fichert, Bodo Knopf, Birgit Müller, Leonard Feist und Joachim Sittig.

Trauer um zwei "Aktivposten"

Zu Beginn der Versammlung hatte der Vorsitzende an die verstorbenen Mitglieder Monika Bentsch und Norbert Beisheim erinnert. Beide seien "Aktivposten" gewesen, die der Partei sehr fehlen, so der Mitgliederbeauftragte Daniel Fries. Dieser wird sich auch weiterhin um die derzeit 89 Mitglieder des Gemeindeverbands kümmern.

Alexander Feist schaute in seinem Jahresbericht unter anderem auf das Ergebnis der Kommunalwahl im März zurück. Trotz eines Verlustes von drei Prozent sei er zufrieden mit dem Ergebnis, stand die Wahl doch in Pandemie-Zeiten unter besonders widrigen Voraussetzungen. So seien Veranstaltungen wie der Adventsmarkt oder die Faschingsveranstaltungen ausgefallen, bei denen die Kandidaten gerne direkten Kontakt zu den Bürgern suchen. Bürgermeister Christian Seitz gestand, er sei "heilfroh", dass es wieder gelungen sei, über die 50 Prozent zu kommen und die absolute Mehrheit zu verteidigen. Dies sei nicht mehr selbstverständlich, der Wähler sei immer weniger an eine Partei gebunden. "Der Krifteler wird auch nicht als CDU-Wähler geboren - wir müssen überzeugen durch unsere Arbeit", so der Christdemokrat.

Der Fraktion stehe eine arbeitsreiche Legislaturperiode bevor, erklärte deren Vorsitzender Dr. Frank Fichert. Bei der Entwicklung des Gebietes "Krifteler Wäldchen" würden wichtige Entscheidungen anstehen. Und mit dem geplanten Neubau des Montessori-Kinderhauses in der Bleichstraße würden dann alle Kitas in Kriftel auf einem modernen Standard sein. Wichtig sei es, Kinder und Jugendliche an politische Entscheidungen heranzuführen, wie es mit einem Demokratie-Konvent geschehen soll. Ebenso werde sich die Union intensiv in dem Ortsentwicklungskonzept damit beschäftigen, wie sich Kriftel in den nächsten 30 Jahren weiterentwickeln soll.

Die Krifteler Christdemokraten beschäftigte natürlich auch das schlechte Abschneiden der Partei bei der Bundestagswahl. "Das war alles andere als schön", so der für den Wahlkreis zuständige Bundestagsabgeordnete Norbert Altenkamp vor den Parteifreunden. Aus seinem Herzen mache er keine Mördergrube, dass für ihn das schlechte Abschneiden der Union "erwartbar" gewesen sei. Die Gründe liegen für den Bad Sodener auf der Hand: "Die Kampagne war sperrig und der Kandidat hat nicht gezogen."

Wahlkampf nicht in Schwung gekommen

Dass der Wahlkampf nicht in Schwung gekommen sei, ist auch für den wiedergewählten Krifteler CDU-Vorsitzenden mit ein Grund für das schlechte Ergebnis bei der Bundestagswahl. Nur spärliche 16 Plakate seien dem Gemeindevorstand vom Bundesvorstand mit dem Konterfei des Kanzlerkandidaten geliefert worden, da habe man in der Obstbaugemeinde auch nicht viel ausrichten können. Nun sei es jedoch wichtig nach vorne zu schauen und einen Neuanfang zu machen, so Feist, der auch kein Geheimnis daraus macht, dass er sich wünscht, dass junge Köpfe im Bund und auch im Land in die Verantwortung kommen.

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