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Eine Krifteler Institution: Jahrzehntelang bewirtete Zdravko Speranda gemeinsam mit seiner Frau die Gäste.

Ortsmitte

Asia-Küche und Shisha-Shop kommen nach Kriftel

Nach fast 50 Jahren hat das „Zagreb“ an der Frankfurter Straße dicht gemacht. Ein Verlust, wie viele Krifteler finden. Aber es gibt auch einen Neuling in der Gastronomie-Szene: Ein Wirt kommt aus Korea und serviert landestypische Spezialitäten. Überdies gibt’s jetzt einen Spezialisten für Wasserpfeifen.

Mit dem Restaurant Zagreb schloss zum Jahresende eine „Krifteler Institution“ (O-Ton Bürgermeister Christian Seitz) endgültig die Pforten. Jahrzehntelang bewirtete Zdravko Speranda gemeinsam mit seiner Frau die Gäste, künftig müssen diese aber auf Spezialitäten der kroatischen Küche verzichten. Das Lokal gegenüber vom Rat- und Bürgerhaus wird derzeit umgebaut. Buhpinder Singh, der Betreiber des Restaurants „Zum Hirsch“ in der Kirchstraße, zieht dort ein.

Neu in Kriftel ist der „Jung Garten“, der exotische Gerichte aus dem asiatischen Raum in die Galeriepassage an der Frankfurter Straße serviert. Besitzer Jung Yong Woo demonstrierte jetzt dem Ersten Beigeordneten Franz Jirasek, Leiter der Wirtschaftsförderung in der Gemeinde, anschaulich das Konzept seines neuen Restaurants. Der Südkoreaner, der mit Frau und drei Kindern vor sechs Monaten von Seoul nach Kelkheim übergesiedelt ist, kombiniert dabei zwei kulinarische Welten. Die Vorliebe der Koreaner, sich das Essen am Tisch frisch zuzubereiten, wird mit der Grill-Leidenschaft der Amerikaner in Jungs Koreanischen BBQ vereint. Gegrillt werden kann am Tisch.

Direkt gegenüber der Galeriepassage hat Serkan Uzun vor vier Monaten einen „Shisha Shop“ eröffnet. „Dass so viele Kunden kommen würden, das hatte ich nicht erwartet. Ich bin vollauf zufrieden“, sagt der Ladenbesitzer im Gespräch mit Jirasek, der sich wie auch bei Jung nach dem Firmenstart erkundigte und die Unterstützung der Gemeinde bei Fragen und Problemen anbot. Wasserpfeifen sind gerade wieder im Trend, im „Shisha Shop“ Kriftel gibt es sie in verschiedenen Ausführungen: von edel bis einfach, von modern bis traditionell. Ausprobieren darf man die Shishas vor Ort allerdings nicht. „Da gibt es ganz strenge Vorschriften“, betont Jirasek. Auch wenn die Gemeinde mit dem Zagreb eine beliebte Institution verabschieden musste – die Wirtschaft im Ort bleibt belebt.

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