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Aus dem Kiosk soll eine Trattoria werden

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Von: Ulrike Kleinekoenen

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Seit einem halben Jahr ist der Kiosk geschlossen. Im neuen Jahr könnte er als Trattoria wieder geöffnet werden.
Seit einem halben Jahr ist der Kiosk geschlossen. Im neuen Jahr könnte er als Trattoria wieder geöffnet werden. © Knapp

Die Gemeinde Kriftel hat bereits 20 000 Euro investiert, um das kleine Gebäude auf dem Bahnhofsvorplatz zu renovieren. Den neuen Betreibern fehlt aber noch die Zustimmung der Bauaufsicht.

Kriftel -Die Fenster des Bistros am Bahnhof sind mit blauer Plastikfolie zugeklebt, schon seit mehr als einem halben Jahr hat dort niemand mehr eine Fahrkarte gekauft oder einen Kaffee getrunken. Seit dem plötzlichen Tod des ehemaligen Pächters Hans Willig im Sommer ist der Kiosk geschlossen. Und wann er wieder öffnet, das ist noch unklar. Einen Termin gibt es noch nicht, doch mittlerweile einen kleinen Lichtblick, dass dort in einigen Wochen wieder Leben einziehen wird.

Nachdem die Witwe von dem beliebten Pächter der Gemeinde gegenüber erklärt hatte, dass sie das Kiosk alleine nicht weiterführen würde, hatten sich schon schnell Interessenten gemeldet, die das Bistro übernehmen wollten. "Nachdem sich sehr viele Personen telefonisch informiert hatten, sind letztlich fünf Bewerbungen eingegangen", hatte Bürgermeister Christian Seitz bereits vor einigen Monaten verkündet.

Mit mehreren Bewerbern seien Gespräche geführt worden, der Gemeindevorstand habe sich dann für das Konzept von Roberto Spadaro und Giuseppe Mirabile entschieden. "Der Pachtvertrag wurde bereits unterschrieben", informierte die Gemeinde im September.

Die neuen Vertragspartner hatten auch schon Pläne, noch im Spätsommer wollten beide loslegen. "Wir machen eine Trattoria daraus", kündigten die Pächter an, die schon bald einen Pizzaofen angeschafft hatten. Doch schnell zeigte sich, dass der ambitionierte Plan nicht eingehalten werden kann. Denn um aus dem Kiosk eine Trattoria zu machen, fehlte es an den baurechtlichen Voraussetzungen.

Die Gemeinde als Eigentümerin hatte inzwischen 20 000 Euro investiert und das kleine Gebäude wieder auf Vordermann gebracht, unter anderem wurden Estrich und Fliesen neu verlegt, die Elektrik erneuert und auch die Dachrinnenabläufe ausgetauscht.

Nach mehreren Gesprächen zwischen der Gemeinde und den neuen Betreibern haben diese mittlerweile den Antrag auf Nutzungsänderung bei der Bauaufsicht des Kreises eingereicht, erklärte der Erste Beigeordnete Franz Jirasek kürzlich auf Nachfrage. Wenn der Antrag dann genehmigt ist und auch der Gemeindevorstand sein Okay gegeben hat, können die Pächter die weiteren Arbeiten in Angriff nehmen, so dass im neuen Jahr mit der Eröffnung der Trattoria wieder Leben auf den Bahnhofsvorplatz kommen kann. ulk

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