Stau

Baustelle an der Gutenbergstraße in Kriftel dauert noch vier Wochen

Hupende und verärgerte Autofahrer gibt es seit Wochen täglich vor der Ampel an der Gutenbergstraße. Hessen Mobil wollte hier den Unfallschwerpunkt entschärfen, doch das dauert.

Für seine Ungeduld ist Franz Jirasek nun wirklich nicht bekannt, aber auch beim Ersten Beigeordneten der Gemeinde ist das Maß irgendwann voll. „Inzwischen ist unsere Geduld am Ende“, ließ Jirasek jetzt in einer Pressemeldung verlauten. Anlass seines Unmutes ist die unbefriedigende Situation an der Kreuzung Gutenbergstraße/L 3011 in . Die Baustelle an der Ein- und Ausfahrt ins Gewerbegebiet wird allmählich zum Treppenwitz. Die hier angedachte „Entschärfung eines Unfallschwerpunktes“ sollte schon im November beendet sein. Von einem endgültigen Abschluss der Baumaßnahmen und einer Rückkehr zum geordneten Fließverkehr ist man aber nach wie vor weit entfernt.

Die Vereinigung Krifteler Selbständiger (VKS) thematisierte die „ewige Baustelle“ zuletzt in ihrem Rundschreiben an die Mitglieder. Von deutlichen Einschränkungen für Anlieger, Firmen, Mitarbeiter und Kunden ist die Rede. Zahlreiche Einträge verärgerter Bürger auf der Facebook-Seite der Gemeinde sprechen eine ähnliche Sprache. Es herrscht Unverständnis darüber, dass eine an sich einfache Baumaßnahme nicht zu einem absehbaren Ende kommt. Die zweispurige Abbiegespur aus der Gutenbergstraße wird nach links in Richtung Hattersheim und A 66 auf eine Spur reduziert, die Ampelanlage umgerüstet. Zuständig ist die Landesbehörde „Hessen Mobil“.

Diese vertröstete Jirasek ein ums andere Mal: Erst wurde die Frist von November auf Dezember 2017 verschoben, dann auf Februar und schließlich auf Ende April 2018. Bei einem Treffen vor Ort erfuhr Jirasek nun von Ralph Köhler (Hessen Mobil) und Kai-Uwe Pfeil (Straßenverkehrsamt MTK), dass mindestens weitere vier Wochen bis zur Fertigstellung veranschlagt wurden.

„Das ist eine Frechheit und für uns nicht nachvollziehbar“, so der Erste Beigeordnete, „ich kann die zahlreich hupenden Autofahrer, die ihrer Verärgerung lauthals Luft machten, verstehen.“ Laut Hessen Mobil würden die beauftragten Unternehmen und deren Subunternehmen an die Grenzen ihrer jeweiligen Kapazitäten stoßen. Nicht minder ärgerlich ist die noch neue, aber nicht funktionierende Ampel bei den „Krifteler Märkten“. Auch hier ist Hessen Mobil zuständig. „Laut der Landesbehörde sollte die Baumaßnahme bereits am 3. November starten und zehn Tage später beendet sein“, berichtet Franz Jirasek, doch „dass sie bis heute nicht funktioniert, das versteht kein Mensch.“ Wochenlang passierte gar nichts. Inzwischen steht sie fix und fertig da, auch der Stromanschluss ist nach längerer Wartezeit erfolgt. „Jetzt hängt es an der fehlenden Markierung“, so Jirasek kopfschüttelnd. Hessen Mobil hat angekündigt, dass die Lichtsignalanlage in zwei Wochen in Betrieb gehen soll. „Ich glaube noch nicht daran“, so Jirasek, denn eine Woche sei bereits vorbei. Das Geduldspiel geht weiter.

(rk)

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