Bürgermeisterwahl

Endspurt im Krifteler Wahlkampf

Die Bürgermeisterkandidaten Christian Seitz (CDU) und Philipp Moritz (SPD) sind auf der Zielgeraden und hoffen auf eine möglichst hohe Wahlbeteiligung.

Wenn am kommenden Sonntag, 4. März, die Wahllokale in der Lindenschule ihre Türen öffnen, dann haben die Bürger der Obstbaugemeinde zwei Bewerber zur Auswahl: Christian Seitz (CDU) und Philipp Moritz (SPD). Dass der in Kriftel außerordentlich beliebte Amtsinhaber Seitz, der 2004 zunächst als Erster Beigeordneter im Rathaus seinen Dienst antrat, gerne weitere sechs Jahre Bürgermeister bleiben würde, haben die Christdemokraten früh kommuniziert. Ob er sich angesichts seiner Favoritenrolle überhaupt einem Herausforderer würde entgegenstellen müssen, war allerdings lange unklar. Grüne und FDP winkten ab, letztlich präsentierten Kriftels Sozialdemokraten mit Philipp Moritz einen Gegenkandidaten und sorgten dafür, dass die Wahl nicht zur Ein-Mann-Schau verkümmert.

Der Flörsheimer Stadtverordnete Moritz galt anfänglich als der große Unbekannte der Direktwahl 2018, erntete aber Anerkennung für seine mutige Kandidatur. Der 25-Jährige sieht sich selbst als jungen, dynamischen Querdenker und ist davon überzeugt: „In Kriftel geht mehr!“ Die Gremien der Gemeinde dürften seiner Ansicht nach nur einer von vielen Aktivposten bei der Gestaltung der Zukunft Kriftels sein. Moritz möchte alle Bürger mit ins Boot holen, um sich deren individuellen Interessen und Forderungen annehmen zu können.

Christian Seitz verwies während des Wahlkampfes seinen langfristigen Plan für die Obstbaugemeinde, den er vor seiner ersten Amtszeit ausgearbeitet hatte. Sein Credo ist nach wie vor eine generationenübergreifende und familienfreundliche Politik für Kriftel. Auch das florierende und die Gemeinde tragende Vereinsleben sowie das ehrenamtliche Engagement sind Seitz wichtig. In diesem Punkt ist der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins darum bemüht, mit gutem Beispiel voranzugehen.

Insgesamt 8723 Wahlberechtigte werden darüber entscheiden, welcher der beiden Kandidaten künftig auf dem Chefsessel des Rathauses Platz nehmen wird. Wer am 4. März verhindert ist, darf natürlich trotzdem seine Stimme abgeben. Nach Vorlage der Wahlbenachrichtigung oder des Personalausweises kann man seine Briefwahlunterlagen im Bürgerservice der Gemeinde abholen oder dort direkt ausfüllen.

„Aktuell haben wir etwas mehr als 1000 Briefwähler und damit deutlich mehr als bei der letzten Wahl“, so Erster Beigeordneter Franz Jirasek am Freitagnachmittag. Vor sechs Jahren machten knapp 730 Wähler von der Briefwahl Gebrauch.

(rk)

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