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Führerschein-Umtausch im Rathaus nimmt Fahrt auf

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Von: Ulrike Kleinekoenen

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Immer mehr Krifteler beantragen ihren neuen Führerschein im Rathaus.
Immer mehr Krifteler beantragen ihren neuen Führerschein im Rathaus. © picture alliance / dpa

Ab 2033 gilt der neue fälschungssichere EU-Führerschein. Zur Entlastung des Straßenverkehrsamtes, können die Fahr-Erlaubnisse nun auch im Bürgerbüro eingetauscht werden.

Kriftel -Ob grauer Lappen, rosa Pappe oder weiße Plastikkarte: Bis 2033 muss jeder Führerschein, der vor dem 19. Januar 2013 ausgestellt wurde, in den neuen EU-Führerschein umgetauscht werden. Das geschieht stufenweise. Die erste Frist ist bereits vor einer Woche, am 19. Januar, abgelaufen. Da es bei den zuständigen Führerscheinstellen wie auch in den Kommunen coronabedingt zu Engpässen bei der Terminvergabe geführt hat, wurde die Frist für den Umtausch auf den 19. Juli 2022 verlängert.

Um das Straßenverkehrsamt des Main-Taunus-Kreises zu entlasten, können die Führerscheine ab sofort auch in einzelnen Bürgerbüros im MTK umgetauscht werden, auch in der Obstbaugemeinde. "Dafür kann man online oder telefonisch einen Termin machen", erklärt die Leiterin des Krifteler Bürgerservice, Katrin Scheurich. Und das werde zunehmend in Anspruch genommen, sagt sie. Im Dezember hatten sich einige Bürger vor allem telefonisch erkundigt, wie und ob der Umtausch im Rathaus möglich ist. Mittlerweile werden dort fast täglich Termine vereinbart.

Mitzubringen sind ein Passfoto, der gültige Personalausweis oder ausländische Nationalpass mit Aufenthaltskarte, der alte, gültige Führerschein sowie die Verwaltungsgebühr von 25,30 Euro. Wer einen internationalen Führerschein möchte, muss ein zusätzliches Passfoto dabei haben, außerdem wird eine zusätzliche Gebühr von 14,50 Euro fällig. Derzeit dauert es etwa sechs Wochen, bis der neue Führerschein dann im Rathaus abgeholt werden kann.

Bei Autofahrern, die ihren Führerschein in einem anderen Landkreis oder einer anderen Stadt gemacht haben, fordert die Führerscheinstelle die Daten von der damals ausstellenden Behörde ein. "Der Antragsteller kann das Verfahren aber beschleunigen, wenn er schon vorab die bisherige Führerscheinstelle kontaktiert", erklärte gestern Kreissprecher Johannes Latsch auf Nachfrage. Für den Führerschein-Umtausch gelten gestaffelte Fristen: Von der Fristverlängerung bis zum Sommer profitieren die Nachzügler aus den Geburtsjahrgängen 1953 bis 1958, die eigentlich bis zum 19. Januar den Umtausch ihres Führerschein hätten beantragen müssen. Bis 19. Januar 2023 muss der Antrag der Jahrgänge 1959 bis 1964 eingereicht werden, bis zum 19.1.2024 die Geburtsjahrgänge 1965 bis 1970, die weiteren Jahrgänge bis zum 19. Januar 2025. Scheckkarten-Führerschein, die ab 1.1.1999 ausgestellt wurden, müssen stufenweise bis 2033 umgetauscht werden.

Die Fristen sollte man sich merken. Wer nämlich sein Dokument bis zum Stichtag nicht umgetauscht hat und mit seinem alten Führerschein erwischt wird, riskiert ein Verwarnungsgeld von 10 Euro. Im Ausland können höhere Strafen drohen.

Termine, um den Umtausch des Führerscheins beim Bürgerservice der Gemeinde zu beantragen, können telefonisch montags bis donnerstags von 8 bis 12 Uhr oder auch im Online-Buchungs-Modul unter https://kriftel.buergerdienste.online vereinbart werden. ulk

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