Das Queren an dieser Stelle ist für Fußgänger und Radfahrer gefährlich. Eine Fußgängerampel soll hier für Sicherheit sorgen.	foto: ulk
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Das Queren an dieser Stelle ist für Fußgänger und Radfahrer gefährlich. Eine Fußgängerampel soll hier für Sicherheit sorgen. foto: ulk

Verkehr

Fußgängerampel noch in diesem Jahr an Krifteler Unfallkreuzung?

  • Ulrike Kleinekoenen
    VonUlrike Kleinekoenen
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Das Queren der Landstraße ist an der Krifteler Kreuzung Gutenbergstraße /L 3011 für Fußgänger und Radfahrer fast lebensgefährlich. Jetzt gibt es Hoffnung, dass Hessen Mobil dort endlich eine Ampel installiert.

Kriftel -Offensichtlich eine längere Radtour hatte der sportliche Herr hinter sich. Doch dann wurde es fast lebensgefährlich, als er vom Hochfeld kommend an der Kreuzung L 3011/Gutenbergstraße die Landstraße queren wollte. Als von links kein Auto kam, tastete er sich bis zur Mitte der Fahrbahn vor, ließ noch zwei Autos von rechts vorbeifahren und spurtete dann schnell mit seinem Rad an der Hand auf die andere Seite.

Kein Einzelfall, auch wenn der Radfahrer einige hundert Meter weiter sicher die Landstraße hätte queren können. Doch immer wieder versuchen Fußgänger oder Radfahrer an der Gutenbergstraße die Straßenseiten zu wechseln. Deshalb hatte die Gemeinde beim Umbau der Kreuzung vor zwei Jahren sich mit Hessen Mobil darauf verständigt, dass an dieser Stelle dringend eine Fußgängerampel errichtet werden muss. Die Kommune erklärte sich auch bereits, die Mehrkosten für den barrierefreien Ausbau der Lichtsignalanlage zu übernehmen.

Doch die Straßenbaubehörde hatte bereits im vergangenen Jahr die Gemeinde vertröstet. Und als jetzt mit etwas haarsträubenden Argumenten erneut der Bau der Ampel auf das kommende Jahr verschoben werden sollte, hatte der Erste Beigeordnete Franz Jirasek mit deutlichen Worten gegenüber der Wiesbadener Behörde seiner Verärgerung Ausdruck verliehen. Schließlich hätten sich die Gemeinde und die Landwirte auf die Zusage von Hessen Mobil verlassen, nach dem Umbau der Kreuzung die Fußgängerampel zu installieren.

Aufgrund der Beschwerde wurde zügig ein Ortstermin vereinbart. Und nach dem gibt es nun leise Hoffnung im Rathaus, dass noch in diesem Jahr die Fußgängerampel errichtet werden könnte. So ganz mag der Erste Beigeordnete noch nicht daran glauben, sagte er im Planungsausschuss. Erleichtert sei er jedoch, dass es offensichtlich keine gravierenden Gründe gibt, die gegen den Ampelbau sprechen. Auch sollen die finanziellen Mittel da sein, hat ein Vertreter von Hessen Mobil versichert. Das Projekt soll zügig in Angriff genommen werden. Zunächst müssen Angebote eingeholt werden, was jedoch acht Wochen dauern könnte . . . ulk

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