Unterschriftensammlung

Es hat zu oft gekracht: FDP will alte Kreuzung wieder haben

Die FDP fordert eine Rückkehr zur früheren Verkehrsführung an der Kreuzung Gutenbergstraße/L3011. Ab Samstag sammelt man deshalb Unterschriften der Bürger.

Monate lang war die Kreuzung Gutenbergstraße/Landesstraße 3011 ein heißes Thema. Die zuständige Verkehrsbehörde Hessen Mobil hatte dort einen Unfallschwerpunkt ausgemacht und dann mit ihren Aktionen die Lage noch weiter verschlimmert. Zunächst zogen sich die Bauarbeiten, mit denen dieser Unfallschwerpunkt entschärft werden sollte, extrem in die Länge: Im November 2017 startete der Umbau an der Ein- und Ausfahrt zum Gewerbegebiet, erst im Mai diesen Jahres wurden die Maßnahmen abgeschlossen. Danach kam es allerdings direkt zu Unfällen, die der neuen Verkehrsführung geschuldet waren. Die rechte Spur war nun nur noch für Rechtsabbieger, die linke Spur für Linksabbieger erlaubt. Zuletzt wurde es ruhiger um das Thema, doch die FDP hat die Kreuzung nicht aus den Augen verloren.

Am Samstag werden die Freien Demokraten ab 9.30 Uhr an ihrem Wahlkampfstand vor dem Rewe-Supermarkt in der Frankfurter Straße Unterschriftenlisten auslegen, in denen sich Bürger eintragen können, die für einen sofortigen Rückbau der Kreuzung sind. Bereits im Mai forderte Florian Conrad die Rückkehr zur ursprünglichen Verkehrsführung; dabei berichtete der Vorsitzende des FDP-Ortsverbandes, dass einige Mitbürger die Stelle aus Angst vor Unfällen sogar meiden würden. Ein Sprecher von Hessen Mobil verwies damals gegenüber dieser Zeitung auf die übliche Umstellungsphase. Die rückläufigen Unfallzahlen in der Unfallstatistik der Polizei signalisierte, dass die Verkehrsteilnehmer einige Wochen nach der Umstellung die neue Regelung begriffen hatten.

Darüber, ob sich die Autofahrer der Obstbaugemeinde an der Kreuzung Gutenbergstraße/L3011 tatsächlich wieder sicher fühlen, könnte die Unterschriftenaktion der FDP Auskunft geben. Wer nicht vor Ort vorbeischauen kann, der darf sich ab Samstag auch auf der Website der FDP Kriftel in eine virtuelle Unterschriftenliste eintragen. Zu finden ist diese unter dem Link . „Damit wollen wir es den Kriftelern so einfach wie möglich machen, sich am politischen Prozess in ihrer Heimatgemeinde zu beteiligen“, erklärt Conrad.

Den verantwortlichen Verkehrsplanern wirft Conrad vor, man habe durch die Umbaumaßnahmen an der Kreuzung eine verringerte Verkehrssicherheit zugunsten des verbesserten Verkehrsflusses in Kauf genommen. „Abgesehen davon, dass dem gefühlt nicht so ist, muss dies in den Ohren der Unfallopfer wie Hohn klingen“, schreibt Conrad. In der Zielhierarchie müsse der Sicherheit der Verkehrsteilnehmer Vorrang vor verkehrsdynamischen oder umweltpolitischen Überlegungen eingeräumt werden. „Es stellt sich hier die Frage, inwieweit diese veränderte Zielhierarchie vom zuständigen hessischen Verkehrsminister Tarek Al-Wazir von den Grünen Hessen Mobil möglicherweise sogar gegen den Rat der eigenen Fachplaner aufgezwungen wurde“, spekuliert Wahlkämpfer Conrad. rk

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