+
Das Wasser lief auch in die Keller der Gastronomiebetriebe in der Altstadt.

Starkregen und Hagelschauer

Hofheimer Kernstadt wird überflutet

  • schließen

Die Feuerwehrkräfte von Hofheim und Kriftel waren gestern nach einem Unwetter im Dauereinsatz.

Über 180 Anrufe innerhalb weniger Stunden verzeichneten Polizei und Feuerwehr nach dem schweren Unwetter. Vor allem die Hofheimer Kernstadt sowie Kriftel war von dem plötzlichen Starkregen samt Hagelsturm betroffen. Doch auch in Hattersheim gab es vollgelaufene Kellergeschosse.

„Wir arbeiten einen Fall nach dem anderen ab“, erklärte gestern am späten Abend Dennis Meyer, Gruppenführer bei der Hofheimer Feuerwehr. Die Zahl der Einsätze war so groß, dass die Feuerwehrkollegen aus Bad Soden die Hofheimer Einsatzkräfte unterstützten. Der Arbeitseinsatz für die Feuerwehr war einfach zu beschreiben: Keller und Tiefgaragen waren in großen Teilen der Hofheimer Kernstadt vollgelaufen. Zudem waren in das Untergeschoss des Chinon-Centers die Wassermassen eingedrungen. Deshalb wurden die Geschäfte geschlossen. Einkaufen bis 22 Uhr war gestern dort nicht möglich. Ob das Wasser durch die Kanalisation in das Einkaufszentrum eingedrungen war oder von den Eingängen ins Untergeschoss geflossen ist, konnte nicht festgestellt werden.

Gruppenführer Dennis Meyer hatte auf der Hofheimer Feuerwache bis gegen 22.45 Uhr über 115 Anrufe gezählt. Das Telefon klingelte unentwegt – die Anrufer wollten allesamt Hilfe beim Auspumpen der braunen Brühe. Ein derartiges Unwetter mit der Heftigkeit wie gestern Abend habe es zuletzt vor vielen Jahren gegeben, erklärte der Brandschützer. Auch in Kriftel sei die Zahl der Einsätze so zahlreich, dass Feuerwehrleute aus Hochheim die Kollegen unterstützten, berichtete Dennis Meyer. Die Feuerwehrleute waren bis weit nach Mitternacht im Einsatz.

Gegen 19.30 Uhr hatten starke Regen sowie ein Hagelschauer eingesetzt. Zehn, fünfzehn Minuten reichten aus, um ganze Straßenzüge zu überschwemmen. Meist lag dies an den verstopften Gully-Einläufen, die dafür sorgten, dass das Regenwasser nicht in die Kanalisation abfließen konnte.

(meh)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare