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Energie geht alle an: die Adenauer-Schüler bei der Podiumsdiskussion, die von der IHK veranstaltet wurde.

Energie-Ideen

Konrad-Adenauer-Schüler diskutieren bei "S.O.S.-Skyline Ohne Strom"

Atomreaktoren abschalten? Mit dem Kohleabbau aufhören? Solche Vorschläge waren bei der IHK-Podiumsdiskussion ebenso zu hören wie das simple Lichtausschalten beim Verlassen des Raums.

Was versteht man unter dem Schlagwort „Energiewende“? Wie kann der Einzelne seinen Beitrag zu einer ressourcenschonenden und damit nachhaltigen Energieversorgung leisten? Unter dem Motto „Schwierigkeiten und Chancen der Energiewende in Hessen“, einem Unterthema der hessenweiten IHK-Kampagne „S.O.S.-Skyline Ohne Strom“, beschäftigten sich Schüler der Konrad-Adenauer Schule mit dieser Sache.

Unter der Leitung von Vjeka Adam, Wirtschafts- und Politiklehrerin der Jahrgangsstufe 11 der Fachoberschule, hatten sich die Oberstufenschüler mehrere Wochen mit der Umsetzung der Energiewende und deren Folgen für die Energieversorgungssicherheit beschäftigt. Ihre Erkenntnisse und Fragen diskutierten sie nun unter eigener Leitung in einer Podiumsdiskussion mit Kriftels Bürgermeister Christian Seitz, Andreas Haus, Standortleiter der Süwag Energie AG, sowie Luise Riedel, Referentin für Innovation und Umwelt der IHK Frankfurt. Jeremy Schulze und Tim Stahl vertraten die Schülerschaft auf dem Podium.

Wer glaubt, junge Menschen interessierten sich nicht für das Thema „Energiewende“, der irrt gewaltig: Bereits vor dem offiziellen Beginn der Veranstaltung tauschten sie ihre Meinungen und Erkenntnisse aus. Katharina von Schleinitz aus der Jahrgangsstufe 11 sagte: „Wir haben Referate gemacht, uns intensiv mit dem Thema Energiewende auseinandergesetzt.“ Zustimmung erhielt sie von ihrem Sitznachbarn. Lars Krehan geht in die gleiche Klasse wie Katharina. „In Zusatzstunden haben wir spannende Themen bearbeitet und uns klar gemacht, was Energiewende bedeutet“, erklärte er.

Auch andere Jahrgangsstufen waren gekommen, um mit den Politprofis und Energiewirtschaftsvertretern zu diskutieren. „Energiewandel geht uns alle an“, weiß Jan Scheedel, der mit seinen Kumpels im Plenum saß. Die Schüler eint das große Ziel, die Umwelt auch für künftige Generationen bestmöglich zu erhalten. Risiken, wie sie sich beispielsweise aus der langjährigen Laufzeit der Atomreaktoren oder des Abbaus von Braun- und Steinkohle ergeben, sollen, so sind sich die Adenauer-Schüler einig, in Zukunft vermieden werden.

Damit dies möglich ist, ist die Auseinandersetzung mit dem Thema wichtig. Schüler Andreas Hocks fand die Vorbereitungsphase mit Politiklehrerin Vjeka Adam aufklärend. „Wir hatten mehrere Überschriften zur Auswahl, mit denen wir uns dann intensiv beschäftigt haben“, erklärte er. Dass sich die Jugendlichen auf dem Themengebiet auskennen, wurde während der Diskussionsrunde immer deutlicher. Mit detaillierten Fragen entlockten sie den Spezialisten wichtige Argumente und Antworten darauf, warum ein Umdenken in der Förderung alternativer Energien heute wichtiger denn je ist. Dabei stellten sie nicht nur die Frage, wie man den Wandel möglichst problemlos und kostenbewusst bewerkstelligen könnte.

Laut Bürgermeister Seitz und Süwag-Repräsentant Andreas Haus ist hierfür bereits ein Einstieg gegeben, wenn der Einzelne seine Energienutzung im Haushalt genauer unter die Lupe nimmt. In der Regel finden sich dort erste Möglichkeiten für ein energieeffizienteres Verhalten. Nicht nur der Austausch des alten Heizkessels, der Einsatz einer Wärmepumpe oder die Dämmung am Haus sind lohnenswert. Auch Dinge, wie das Lichtausschalten beim Verlassen des Raums, helfen.

Die Schüler waren sich mit den Experten einig, dass es durchaus Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Energiewende gibt. Es stellen sich Fragen wie eine zuverlässige Energieversorgung aller Haushalte durch alternative Energien oder wie der sinnvolle Bau von Stromtrassen durch ganz Deutschland vollzogen werden sollen. Windparks, ein Element alternativer Energieerzeugung, können nicht überall blindlings geplant werden. Es müssen vielfältige Aspekte berücksichtigt werden und gerade im dicht besiedelten, windarmen Rhein-Main Gebiet sind sie eine anspruchsvolle Herausforderung. Kompetenz und Erfahrung traf während der Diskussionsrunde auf junge, frische Ideen. Dabei lernte die Jugend nicht nur von den Profis, sondern gab wertvolle Anreize für ein ideenreiches Umdenken.

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