Der weiße Anbau (links) des historischen Backsteingebäudes soll nach den Plänen der Architekten sdks abgerissen werden.
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Der weiße Anbau (links) des historischen Backsteingebäudes soll nach den Plänen der Architekten sdks abgerissen werden.

Kinderbetreuung

Kriftel: Grünes Licht für das neue Montessori-Haus

Der Anbau des historischen Backsteinbaus mit Wohnungen wird abgerissen.

Kriftel. Erwartungsgemäß hat sich jetzt auch die Gemeindevertretung wie bereits vorab der Planungsausschuss einvernehmlich dafür ausgesprochen, für den Neubau des Montessori-Kinderhauses in der Bleichstraße die Pläne des Architekturbüros sdks weiter zu verfolgen. Die Entwürfe der Planer aus Darmstadt mit drei nebeneinander versetzten Gebäudeelementen parallel zur Bleichstraße hatten alle Fraktionen überzeugt. Auch wenn das gesamte Objekt durch seine Nähe zum Schwarzbach und dem dazu gehörenden denkmalgeschützten Backsteingebäude eine bauliche Herausforderung sei, so sei es ein "weiterer Baustein" zu einem familienfreundlichen Kriftel, sagte der CDU-Gemeindevertreter Joachim Sittig.

Ähnlich äußerte sich der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Gerhard Mantel, zeige sich doch in der Summe der Investitionen in die Kitas, wo hier der Fokus gesetzt werde. Allerdings bedauert Mantel, dass an der Bleichstraße durch den Abriss des Anbaus an dem denkmalgeschützten Haus Wohnraum verloren gehe. Diese Einwände versuchte der Erste Beigeordnete Franz Jirasek zu entkräften. Die zwei derzeit vermieteten Wohnungen im ersten Stock würden sich künftig auf das Erdgeschoss und den ersten Stock verteilen, wenn das Haus ausschließlich zu Wohnzwecken genutzt werden soll, sagte Jirasek. Die Einheiten würden durch den Abriss des Anbaus zwar kleiner, aber nur minimal. Die Wohnung unter dem Dach, die schon lange leer steht, sei auch künftig nicht bewohnbar.

Gerhard Mantel ist nach den Entwürfen zuversichtlich, dass der geplante Neubau an der Bleichstraße gut in das Ortsbild passt. Besser als es die neue Einrichtung an der Rossertstraße tue, wo auch das Büro sdks den neuen Kindergarten St. Vitus gebaut hat, der sich allerdings nach Meinung des Sozialdemokraten nicht gut in die Nachbarbebauung einfüge. Dort sei architektonisch keine gute Lösung gefunden worden. Ein Einwurf, den Christof Morawietz (Grüne) überhaupt nicht teilen kann. Dass sich das Gebäude nicht so einpasse, mache das Besondere aus. Wenn man ein komplett neues Gebäude baut, "dann kann man auch was Neues machen", so der Grünen-Gemeindevertreter.

Gut gelöst, so Mantel, sei hingegen an der Rossertstraße die Parksituation. Dazu vermissen die Sozialdemokraten derzeit noch eine klare Aussage für das Neubau-Projekt an der Bleichstraße. Dort seien bis vor kurzem in der Kita St. Vitus 80 Kinder betreut worden, ohne dass es auf der Straße zu chaotischen Situation gekommen sein, erklärte Jirasek. Dies sei auch in Zukunft nicht zu erwarten, denn im Kinderhaus würden mit maximal 62 Kindern weniger betreut als vorher. Allerdings werde man auch hier wie an der Rossertstraße Parkausweise für die Erzieherinnen ausgeben. ulk

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