Dieser Weg im Läusgrund, als Radweg KR3 ausgeschildert, nahe des Umspannwerkes ist einer der Wege, die jetzt befestigt werden sollen.
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Dieser Weg im Läusgrund, als Radweg KR3 ausgeschildert, nahe des Umspannwerkes ist einer der Wege, die jetzt befestigt werden sollen.

Lokales

Kriftel: Matschwege werden befestigt

  • Ulrike Kleinekoenen
    VonUlrike Kleinekoenen
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Die Minigolfanlage im Freizeitpark wird saniert, dazu ein Trimm-Dich-Pfad angelegt - zwei von zahlreichen geplanten Baumaßnahmen in Kriftel.

Kriftel -Die Minigolfanlage im Freizeitpark ist sehr beliebt und lockt immer wieder auch Besucher aus der Umgebung in Kriftels grüne Oase. Doch die 18-Loch-Anlage, die sich auf eine Fläche von 2100 Quadratmetern verteilt, ist in die Jahre gekommen und muss erneuert werden. "Bei einer Neuanlage wird das gesamte Gelände überarbeitet und eine Neuanordnung der Bahnen und Wegeführungen vorgenommen", berichtet der Erste Beigeordnete Franz Jirasek. Außerdem können neue Sitzmöglichkeiten geschaffen und attraktive Bereiche durch eine Bepflanzung gegliedert werden. 2022 soll ein Planungsauftrag an ein Landschaftsarchitekturbüro vergeben werden. Im Etat für das kommende Jahr sind bereits 10 000 Euro für Planungskosten kalkuliert, 2023 könnte die Anlage dann erneuert sein. Nach dem Vergleich mit ähnlichen Projekten rechnet die Gemeinde derzeit mit Gesamtkosten von 250 000 bis 300 000Euro. Aus dem Kreisinvestitionsfonds erhält die Gemeinde für das Projekt 83 300 Euro.

Dieses ist nur eines von zahlreichen Baumaßnahmen, die in dem Sachstandsbericht aufgelistet ist, den der Gemeindevorstand in der kommenden Woche den Ausschüssen bei ihren Sitzungen in der Schwarzbachhalle vorlegen wird:

Weitere 66 700 Euro aus dem Kreisinvestitionsfonds erhält die Gemeinde für Lückenschlüsse im Radwegenetz. Insgesamt investitiert die Gemeinde 409 000 Euro, um unbefestigte Wirtschaftswege zu asphaltieren. Die Arbeiten sind bereits gestartet, im Februar 2022 soll alles fertig sein.

Begonnen wurde auch bereits Ende September mit der Erneuerung der Trinkwasserleitungen in der Münsterer Straße. 2022 soll es mit den Leitungsverlegearbeiten in der Paul-Duden-Straße weitergehen. Die Fertigstellung ist im April 2022 geplant. Die Hausanschlüsse in der Münsterer Straße sind inzwischen alle umgebunden beziehungsweise erneuert, zurzeit erfolgt die Wiederherstellung der Asphaltdecke. Für die Arbeiten in der Münsterer Straße wurden 185 000 Euro, in der Paul-Duden-Straße 385 000 Euro im Haushalt veranschlagt.

Skateranlage war nicht mehr sicher

Ende Mai musste bereits die fast 20 Jahre alte Skateanlage im Freizeitpark gesperrt werden. Der TÜV-Prüfer hatte festgestellt, dass diese nicht mehr sicher ist, da sich die Verschraubungen am Boden gelöst haben. Durch eine kurzfristige Reparatur konnte die Skaterbahn trotzdem freigegeben werden. Inzwischen wurde ein Nürnberger Unternehmen mit der Planung einer neuen Anlage beauftragt. "Es fanden bereits mehre Gespräche und auch eine Besichtigung vor Ort statt", informiert der Erste Beigeordnete. Momentan würden ein erster Vorentwurf und eine Kostenschätzung ausgearbeitet. Im weiteren Verlauf der Planung ist eine Beteiligung der Nutzerinnen und Nutzer geplant. Umsetzung und Fertigstellung sind für das nächste Jahr vorgesehen. 100 000 Euro Baukosten sind für die neue Anlage vorgesehen. Auch für dieses Vorhaben hat der Kreis bereits eine Zuwendung aus dem Kreisinvestitionsfonds von 33 300 Euro zugesagt.

280 000 Euro aus den Vorjahren stehen noch für die Dachsanierung des Hauses der Vereine zur Verfügung. Die Arbeiten sollen im Frühjahr/Sommer 2022 erfolgen.

Das Dach der Großen Schwarzbachhalle ist fast 30 Jahre alt. Es kommt regelmäßig zu Feuchteschäden in der Halle. Die vorhandene Kunststoffdachbahn soll durch eine bituminöse Abdichtung ersetzt werden. Die Bauleistungen sollen im Februar 2022 ausgeschrieben und die Arbeiten im Sommer ausgeführt werden. 683 831 Euro sind für die Dachsanierung eingeplant. Aus dem Kreisinvestitionsfonds gibt es einen Zuschuss 145 200 Euro.

Die Küche im Gasthaus der Schwarzbachhallen weist bauliche Mängel auf. "Insbesondere durch die schadhafte Abdichtung des Bodens kommt es immer wieder zu Feuchteschäden", wird in dem Bericht des Gemeindevorstands beschrieben. Eine grundhafte Sanierung ist notwendig, die nicht im laufenden Betrieb durchgeführt werden kann. Zum 1. März 2022 endet der Vertrag der Gemeinde mit dem aktuellen Pächter Bernd Müller, der fast drei Jahrzehnte das Lokal geführt hat. Anschließend soll mit dem Umbau begonnen werden. "Momentan wird die Vergabe der Planungsleistungen für die Sanierung der Küche vorbereitet", heißt es in dem Sachstandsbericht. Die Fertigstellung ist 2022 geplant. 640 000 Euro sind im Haushaltsplan für die Sanierung der Küche vorgesehen. Dies ist offenbar nur eine grobe Schätzung, denn in dem Bericht heißt es weiter, dass zur Kostenentwicklung noch keine Aussage möglich sei.

Drei Strecken und neun Stationen

Östlich der Bebauung der Gemeinde, "Hinterm Linsenberg", ist ein Trimm-Dich-Pfad geplant. Dazu wurde bei einem Landschaftsarchitekten bereits eine Studie zur Machbarkeit und Ausstattung eines solchen Fitness-Parcours in Auftrag gegeben. In mehreren Abstimmungsgesprächen wurde ein Konzept entwickelt und auf die Interessen und Anforderungen der Gemeinde angepasst. Das entstandene Konzept sieht einen Trimm-Dich-Pfad mit drei Strecken, einer Fläche mit Fitnessgeräten und neun Stationen vor. Die drei Strecken sollen sich aus einer großen und zwei kleinen Trainingsrunden zusammensetzen, dabei können die Runden an jeder beliebigen Stelle begonnen und beendet werden. Anfang Oktober fand eine Begehung der einzelnen Stationen statt. Es wurde die Gestaltung und mögliche Ausstattung der Stationen besprochen. Im nächsten Schritt sollen nun die Vorschläge überarbeitet und eine Kostenschätzung für jede Station erstellt werden. Basierend auf dem vorhandenen Budget von etwa 46 000 Euro soll dann entschieden werden, welche Stationen im kommenden Jahr realisiert werden können. ulk

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