Schwimmeister Ralf Stössel kontrolliert den Zulauf am Kinderbecken im Krifteler Parkbad.
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Schwimmeister Ralf Stössel kontrolliert den Zulauf am Kinderbecken im Krifteler Parkbad.

Freibad

Kriftel: Parkbad-Öffnung dauert noch

Schwimmen ist nicht vor dem 20. Juni möglich. Tickets werden im Internet verkauft.

Kriftel -Dürfen die Freibäder in Hessen ab dem 15. Juni wieder öffnen? Am Dienstag dieser Woche kursierte diese Meldung bereits durch die Medien. Am Mittwoch hat der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier dann in einer Pressekonferenz bestätigt: Ab Montag, 15. Juni, können Schwimmbäder, Badeanstalten an Gewässern und ähnliche Einrichtungen in Hessen unter Beachtung der vorgeschriebenen Hygiene- und Abstandsregeln wieder für den Publikumsverkehr öffnen - wenn ein anlagenbezogenes Infektionsschutz- und Zugangskonzept vorgelegt wird. "Die Verordnung liegt uns vor, wir werden sie nun durcharbeiten und unser bestehendes Konzept anpassen", sagt Bürgermeister Christian Seitz.

"Wir wären technisch in der Lage, mehr oder weniger direkt zu öffnen. Die beiden Schwimmmeister Alexander Wölfinger und Ralf Stössel haben alle Vorbereitungen erledigt. Ein Hygienekonzept liegt vor, das die Sicherheit der Badegäste und des Teams gewährleisten muss. Und ein Öffnungs-Konzept wurde bereits erarbeitet - anhand der Erfahrungen in anderen Bundesländern, in denen die Schwimmbäder schon geöffnet sind", erklärt Seitz. Doch noch viele Fragen sind ungeklärt, allein was die Organisation des Ticketverkaufs und den Eintritt im Schichtbetrieb anbetrifft, so Seitz: "Wenn alles gut läuft, können wir frühstmöglich am 20. Juni öffnen." In einer Telefonkonferenz zu diesem Thema mit allen Bürgermeistern des Kreises am Mittwochmorgen haben auch die Kollegen ein ähnliches Vorgehen angekündigt.

Fünf Quadratmeter pro Badegast

"Bisher kursierte die Empfehlung der Gesellschaft für Bäderbetriebe, pro Gast müssen 15 Quadratmeter Fläche auf der Liegewiese eingeplant werden. Jetzt sind es nur noch fünf Quadratmeter", so Tobias Guldner, der im Rathaus für das Schwimmbad zuständig ist. Das bedeutet, dass nur noch die Hälfte der üblichen Badegäste ins Parkbad eingelassen werden dürfen. "Die Zahl reduziert sich noch ein wenig dadurch, dass die fünf Quadratmeter auch für das Becken gelten - auch hier ist eine Obergrenze für die Anzahl der Personen gesetzt, die maximal gleichzeitig im Wasser sein dürfen", so Guldner weiter.

Um so vielen Gästen wie möglich den Badespaß zu ermöglichen, soll es deshalb voraussichtlich zwei Badeschichten (zum Beispiel Vormittag und Nachmittag) geben. Klar ist auch, dass Tickets online verkauft werden müssen. So kann man kontaktlos bezahlen und den Zulauf kontrollieren sowie eine Schlangenbildung vor dem Parkbad verhindern. Auch könne auf diese Weise die vorgeschriebene Datenerfassung erfolgen. "Hier wird es bald weitere Informationen geben", verspricht Guldner.

Seit vergangener Woche hat bereits die DLRG ihren Trainingsbetrieb im Parkbad wieder aufgenommen. "Das läuft gut", so der Bürgermeister. "Leicht wird es dagegen nicht sein, bei Vollbetrieb alle Abstands- und Hygieneregeln umzusetzen und zu kontrollieren. Aber wir gehen das für unsere Bürger gerne an, die alle schon Sehnsucht nach einem ihrem Parkbad haben." hk

Die Freibäder in Frankfurt indes öffnen am Montag, 15. Juni, wieder für alle Besucher. Allerdings mit speziellen Corona-Regeln. 

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