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Startete mit zwei Einzelsiegen: Joshua Klute.

Tischtennis

Kriftel will sich erst mal im Mittelfeld etablieren

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Nach dem geglückten Saisonauftakt bestreitet die TuS Kriftel heute (14 Uhr, Weingartenhalle) gegen den TV Dreieichenhain das erste Heimspiel in der Tischtennis-Oberliga Hessen.

Der Ausflug in die Regionalliga West in der vergangenen Runde war als Tabellenletzter nicht erfolgreich, aber lehrreich. Die dort mitgenommenen Erfahrungen – wie die Partien gegen Meister Düsseldorf mit Ausnahmespieler Evgueni Chtchetinine – möchte das Team aber nicht missen.

In der Oberliga, die die Krifteler aus den Jahren zuvor kennen, sind die Voraussetzungen anders. In diesem Jahr ist die Klasse gut besetzt zu sein. Es wird oft die Frage sein, wie die Mannschaften antreten.

In den ersten beiden Begegnungen nutzte die TuS Kriftel diese Ersatzstellung der Gegner aus. Beim TTC OE Bad Homburg II siegte sie mit 9:4, beim Gießener SV legte sie ein 9:5 nach. Dies brachte ihr der Tabellenführung. „Unser Ziel ist nach wie vor ein sicherer Mittelfeldplatz, daran hat sich nichts geändert“, so Mannschaftsführer Mathias Stockhofe. „Wir waren darauf bedacht, uns ein kleines Polster für die Zeit zu erarbeiten, in der Björn nicht mehr da ist“, ergänzt er mit Blick auf den Auslandsaufenthalt von Björn Fröhlich Wagenbach, der nur die ersten vier Partien zur Verfügung steht. Das bedeutet eine Schwächung des Teams, das froh ist, bereits vier Zähler auf dem Konto zu haben.

Eingeplant sind daher acht Akteure. Neben Fröhlich Wagenbach und Stockhofe sind dies Christian Schneider, Martin Schlicht, Tobias Schneider, Markus Grothe, Joshua Klute sowie Ingo Voss. Der letztjährige Teamkapitän Voss hat sich vor kurzem beim Spiel der Zweiten Mannschaft einen Bänderriss zugezogen und steht länger nicht zur Verfügung. „Es passt gut, dass wir acht ungefähr gleichstarke Spieler haben“, ist Stockhofe zufrieden.

Insbesondere von Joshua Klute – gerade 15 Jahre alt – erhofft man sich einiges. „Er ist ein junges Talent, der auch charakterlich gut sowie ehrgeizig und sehr reif für sein Alter ist“, erklärt Stockhofe. Die zwei gewonnenen Einzel in den ersten Saisonspielen werden ihm weitere Sicherheit geben. „Das kann ein ganz Starker werden. Wir hoffen, dass er uns noch lange erhalten bleibt“, so der Teamkapitän.

Ebenso gut eingefügt hat sich Neuzugang Markus Grothe, der vom westfälischen Verbandsligisten TTC Schwalbe Bergneustadt kam. Grothe hatte wegen seines Studiums in Frankfurt schon länger Kontakt zur TuS, trainierte schon mit seinen neuen Mannschaftskollegen. Nun vollzog er den Wechsel, Anpassungsprobleme gibt es nicht. „Er hat zwar etwas weniger Ranglistenpunkte, doch es hat sich schon gezeigt, dass die Spieler in Westfalen etwas schlechter bewertet sind. Ich glaube nicht, dass er hinten viele Einzel verliert“, erklärt Stockhofe, der nicht nur aufgrund seines spielerischen Könnens vom Neuzugang überzeugt ist: „Er ist ein sehr guter Mensch und passt zur Truppe. Wir können froh sein, dass wir ihn an Land ziehen konnten.“

Es zeigt sich, dass die TuS Kriftel die Spielzeit nicht mit zu großen Erwartungen, aber mit viel Freude angeht. Gegen den dritten Erfolg und zwei weitere Zähler hat niemand etwas einzuwenden.

(bla)

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