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Sie machte ein starkes Spiel: Helena Nitzke traf gestern zehn Mal für die Kriftelerinnen.

Handball

Krifteler Damen bezwingen Oberliga-Titelfavoriten

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Die Oberliga-Handballerinnen der TuS Kriftel haben auch ihr zweites Heimspiel gewonnen: Sie bezwangen den klaren Titelfavoriten HSG Nieder-Roden in einer umkämpften Partie mit 24:23 (14:13).

Die Kriftelerinnen sind nach dem zweiten Heimsieg endgültig in der Oberliga angekommen. „Ich habe nur acht Feldspielerinnen eingesetzt“, berichtete Trainer Christian Albat nach dem zweiten Saisonsieg im zweiten Spiel; „und wir haben damit einen Titelfavoriten bezwungen“. Der Nieder-Rodener Trainer Florian Lebherz kündigte allerdings einen Einspruch an, weil er der Ansicht war, dass seine letzte Auszeit drei Sekunden zu spät gepfiffen wurde.

Die Kriftelerinnen begannen mit ihrer versetzten 5:1-Abwehrformation, mit der die Gäste überhaupt nicht zurechtkamen. Dazu lief es im Angriff gut, so dass die Gastgeberinnen nach zehn Minuten mit 6:1 führten. Weitere zehn Minuten stand die Abwehr beim Stand von 12:6 weiterhin richtig gut, ehe der Nieder-Rodener Trainer Lebherz eine Auszeit nahm. Begünstigt durch technische Fehler von Kriftel sowie einige Zeitstrafen kam Nieder-Roden zum Erfolg und verkürzte bis zur Pause auf 13:14. „Das hat uns schon wehgetan“, musste auch Albat eingestehen.

Die Krifteler Damen kamen besser aus der Pause und setzten sich auf 18:15 ab. Kurz zuvor hatte der Gäste-Trainer eine erneute Auszeit genommen. „Dann haben wir zwei Mal die Überzahl nicht genutzt, zudem sind uns weitere technische Fehler unterlaufen“, berichtete Albat über die Phase, mit dem ersten Rückstand dre Kriftelerinnen beim 20:21 (49.) endete. Trotzdem wurde Albat nicht unruhig: „Ich wusste ja, woran es liegt, dass es bei uns nicht mehr so gut funktionierte.“ So blieb die Partie eng. In der 56. Minute lagen die Gäste mit 23:22 vorne. „Uns ist dann der erforderliche Ballgewinn und Treffer gelungen, dann haben wir innerhalb einer Minute zum zweiten Mal getroffen“, berichtete Albat von der Wende in der 57. Minute zur 24:23-Führung. In den letzten gut drei Minuten gelang keiner Mannschaft mehr ein Treffer. Richtig eng wurde es in der letzten Minute. „Wir haben die Zeit schön heruntergespielt, erst vier Sekunden vor dem Ende abgeschlossen“, berichtete Albat, „als dann noch ein Freiwurf gepfiffen wurde, sind wir aufs Feld gerannt, weil wir dachten, dass das der Abpfiff gewesen wäre. Das Gleiche ist uns dann passiert, als der Freiwurf zurückgepfiffen wurde. Das haben wir nicht mitbekommen“.

Am Ende stand aber der Sieg. „Wir haben es uns selbst schwer gemacht, aber wir haben das Spiel gewonnen“, berichtete der sehr zufriedene Christian Albat nach dem Erfolg.

Kriftel: Hannah Weißer (1. bis 60.), Nele Krohn, Melanie Nickel; Helena Nitzke 10/4, Jana Lorenz 6, Finja Seeharsch 3, Janine Pfuhl 2, Kim Koerber, Mayra Janssen, Hanna Leidner je 1, Lucy Kilp, Lisa Weißer, Isabel Göbel, Charlize Schäfer.

(vho)

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