KKK-Chef Daniel Weiß (rechts) mit Jürgen Jakobi von der Gruppe BaL. Das Ballett aus Leidenschaft hat am vergangenen Samstag auf dem Rasenplatz an der Hofheimer Straße seinen Auftritt gedreht.
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KKK-Chef Daniel Weiß (rechts) mit Jürgen Jakobi von der Gruppe BaL. Das Ballett aus Leidenschaft hat am vergangenen Samstag auf dem Rasenplatz an der Hofheimer Straße seinen Auftritt gedreht.

Fassenacht

Krifteler KKK bereitet sich auf die nächste Kampagne vor

  • Ulrike Kleinekoenen
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Noch steht nicht fest, ob die Narren ihre Fans live in den Schwarzbachhallen oder online unterhalten werden

Kriftel -Eins ist sicher: Die Freunde des Krifteler Karneval Klubs (KKK) dürfen sich auch in der kommenden Kampagne auf jede Menge Kokolores freuen. Die Krifteler Narren lassen sich auch im kommenden Jahr nicht durch die Pandemie ausbremsen. Im Gegenteil - sie wollen noch eine Schippe drauflegen, kündigt KKK-Vorsitzender Daniel Weiß an. Auch wenn derzeit noch offen ist, ob es wieder Sitzungen wie gewohnt in der großen Schwarzbachhalle geben wird oder ob der KKK - wie schon in diesem Jahr - online für beste Unterhaltung und Stimmung sorgen wird.

"Wir haben noch die Hoffnung, dass wir mit unserem Publikum hautnah und live feiern können", gibt sich der KKK-Chef optimistisch, der schon seit Wochen die Entwicklung der Pandemie genau verfolgt. Er stehe im ständigen Austausch mit seinen Kollegen im geschäftsführenden Vorstand, der in den nächsten Wochen die Entscheidung treffen wird, wie Fassenacht 2021/22 beim KKK gefeiert wird. Gibt es am 11.11. einen Auftakt? Achselzucken. "Ich weiß es nicht", sagt Weiß.

Keine leichte Entscheidung

Die Entwicklung der Pandemie mit den derzeit steigenen Zahlen der Neuinfektionen haben die Narren ganz genau im Blick. Ebenso haben sie wohlwollend die Nachricht aus Köln vernommen, wo die Karnevalvereine verkündet haben, auf jeden Fall ihre Sitzungen abhalten zu wollen. Der KKK-Vorstand macht sich die Entscheidung nicht leicht. Der siebenköpfige Programmausschuss, dem auch der Vorsitzende und Sitzungspräsidentin Heike Wölfel angehören, hat kürzlich alle Gruppen besucht und sich so ein Stimmungsbild bei den Mitgliedern eingeholt. Alle Aktiven seien sich einig, dass sie ihre Leidenschaft für die Fassenacht dem Publikum in der kommenden Kampagne auf jeden Fall präsentieren wollen. Wie - da sind die Meinungen nicht ganz so einheitlich.

Schon Auftritte im Kasten

Während einige die Präsenzsitzungen bevorzugen, kann sich eine kleine Mehrheit eher mit einer Online-Sitzung anfreunden. So gibt es auch Aktive, die mit Rücksicht auf ihre ungeimpften kleinen Kinder nicht auf der Bühne stehen wollen. "Wir müssen bei der Abwägung natürlich auch mit einkalkulieren, dass einige Freunde des KKK gegebenenfalls angesichts der Pandemie vom Besuch einer Sitzung in der vollbesetzten Halle eher Abstand nehmen werden", sagt Weiß. Bewusst habe man sich keine Deadline für die Entscheidung gesetzt, doch irgendwann müssten auch die Gruppen wissen, ob sie für die Präsenzveranstaltung Vollgas geben müssen.

Angesichts der noch unsicheren Lage bereiten sich die Gruppen derzeit zweigleisig auf ihren Auftritt vor - für eine Präsenzsitzung genauso wie auch für eine Online-Fassenacht. Da nicht absehbar ist, ob es möglicherweise wie Anfang des Jahres Beschränkungen gibt, die die Aufführung einer Gruppe auch für die Online-Sitzung unmöglich macht, wurden bereits einige Auftritte gedreht. Die Gruppe BaL beispielsweise hat am vergangenen Wochenende einen ganzen Tag lang den Rasenplatz auf dem Sportgelände an der Hofheimer Straße belegt. Dort hatte die Gruppe bereits seit Mai regelmäßig ihren Tanz einstudiert und für die Proben auch so manchen Sonntag geopfert. Normalerweise startet das Training erst im August, sagt Trainer Orazio Dominante, jetzt musste für die Videoproduktion schon früher losgelegt werden. "Wir Fassenachter wollen eigentlich auf die Bühne und ganz nah am Publikum sein", sagt Dominante. Doch im Video hätte die Gruppe fünf statt drei Minuten für den Auftritt, hebt Kollege Giovanni Lombardo hervor.

Das Motto steht noch nicht fest

Mit Peter Heyel hat der KKK einen technischen Profi im Verein, der auch jetzt wieder hochprofessionell die Aktiven mit vielen kreativen Ideen in Szene setzt. Wie genau - da will BaL noch nichts verraten. Ein Motto für die nächste Kampagne gebe es auch noch nicht, das werde sich danach richten, ob es Präsenzsitzungen gebe oder wieder eine Online-Sitzung, sagt Weiß.

Der Vorsitzende ist auf jeden Fall froh, dass alle Mitglieder hinter dem Vorstand stehen - egal, wie die Entscheidung letztendlich ausfällt. Der KKK hat bereits im vergangenen Jahr bewiesen, dass er auch online für eine super Stimmung sorgen kann. Diesmal wollen alle Gruppen und Vortragenden mitmachen, bei denen der Ehrgeiz geweckt wurde, das Spektakel noch einmal zu toppen. So sollte mindestens ein zweistündiges Programm entstehen.

Als kleinen Appetitanreger auf die fünfte Jahreszeit wird der KKK wieder einen Online-Adventskalender ins Netz stellen. Die erste Auflage im letzten Jahr war ein Riesenerfolg. Das Team um Alice Pitas und Peter Heyel feilt bereits an Ideen, wie dieses Konzept weiter entwickelt und noch verfeinert werden kann. Die Freunde des KKK können gespannt sein, was sich hinter den 24 Türchen verbirgt.

Mit immer wieder neuen Einstellungen hat KKK-Mitglied Peter Heyel den Auftritt von BaL aufgenommen. Auch einer Drohne war für Luftaufnahmen mit im Einsatz.

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